Stettner vs. Schopf

Die schwarz-rote Koalition in Berlin hat sich offenbar entschieden, die Debatte um die Reform der Parkraumbewirtschaftung nur noch öffentlich austragen und daraus ein allseits beliebtes Ping-Pong-Spiel zu machen.

Den Aufschlag machte SPD-Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey mit ihrem Vorstoß, den Anwohnerparkausweis für SUVs auf 365 Euro zu erhöhen (Ping). Diesen parierte CDU-Fraktionschef Dirk Stettner: Viel wichtiger sei, dass Menschen aus Außenbezirken auch günstig in der Innenstadt parken können (Pong).

Das wiederum rief den SPD-Verkehrsexperten Tino Schopf auf den Plan (Ping): „Statt den Fokus auf den ÖPNV zu richten, legt er ihn aufs Auto. Das ist Klientelpolitik für Autofahrer“, poltert Schopf und setzte zum Schmetterball an: „Dirk Stettner hat sicher seine Qualitäten, aber Verkehrspolitik sollte er den Profis überlassen.“

Berlins Regierungschef Kai Wegner (CDU) versucht das Spiel am Abend mit einem gefühlvollen Stoppball zu beenden (Pong): „Das Anwohnerparken in Berlin wird sicher angehoben. Das wird kommen“, sagte Wegner bei einem Bürgerdialog in Lichtenberg. Einen Betrag nannte Wegner nicht.