Schausteller sehen sich vom Berliner Senat diskriminiert

Während andere Branchen von Lockerungen profitieren, sehen sich die Schausteller in ihrer Existenz bedroht. Der Vorwurf: Diskriminierung. Von Stefan Jacobs.

Schausteller sehen sich vom Berliner Senat diskriminiert
Foto: Kitty Kleist-Heinrich/Tsp

Die Ausnahme vom Aufwärtsgang sind nach eigenem Bekunden die Schausteller der Stadt. Deren Interessengemeinschaft wirft dem Senat vor, ihnen als einziger Branche – und anders als alle anderen Bundesländer – weiterhin die Ausübung ihres Berufs zu verbieten: Floh- und Kunstmärkte seien wieder erlaubt, nur „Jahrmärkte und Volksfeste“ nicht. „Wie kann es sein, dass der Berliner Senat darüber nachdenkt, wie wieder in geschlossenen Räumen getanzt und gefeiert werden kann oder wie man einen Berlin-Marathon mit 35.000 Besuchern aus aller Welt organisieren könne, aber den hier Steuer zahlenden Schaustellerbetrieben die Existenzgrundlage unter den Füßen wegzieht?“, fragen die Betroffenen. Wir haben die Frage am Nachmittag der Wirtschaftsverwaltung weitergereicht, von der so schnell keine Rückmeldung mehr kam.