Die Zukunft des Berliner Zeitungsmarkts
Um Verdrängung ging’s auch beim „Berliner Rathaus-Dialog“, zu dem der Regierende Bürgermeister Michael Müller die Chefredakteure von Berliner Zeitungen eingeladen hatte. Das einfache und zugleich schwierige Thema: „Die Zukunft des Berliner Zeitungsmarktes“. Einig waren sich Carsten Erdmann (Berliner Morgenpost), Jochen Arntz (Berliner Zeitung) und Lorenz Maroldt (Tagesspiegel), dass jedes Medienhaus seine eigene Strategie entwickeln muss.
Die Moderatorin, die frühere RBB-Intendantin Dagmar Reim, machte sich trotzdem Sorgen um die gedruckte Zeitung und fragte: Wie sieht es damit in zehn Jahren aus? Zumindest für Maroldt stand fest: „Wir entwickeln neue Geschäftsmodelle und neue journalistische Ideen sowie zusätzliche Angebote um die Zeitung herum, aber die gedruckte Zeitung wird auch in Zukunft im Mittelpunkt stehen“. Und überhaupt: „Es hat noch nie so viel Spaß gemacht, Journalist zu sein“ – insbesondere in Berlin, einer der wichtigsten Städte der Welt. „Wir legen jetzt den Turbo ein, weil es so viele Sachen gibt, die man machen kann“, freute er sich mit Blick auf neue Projekte.