Gas für Laternen kostet das Land knapp 4,5 Millionen Euro pro Jahr
Hohe Energiepreise attackiert Wirtschaftssenator Schwarz nun mit einer Arbeitsgruppe. Die will mit der Reparatur kaputter Leuchten Geld sparen. Aus dem Checkpoint von Stefan Jaocbs und Thomas Lippold
Bis zu zehn Prozent Einsparpotential beim Gas will Wirtschaftssenator Stephan Schwarz per Arbeitsgruppe auftun. Ein Wink mit dem Laternenpfahl kommt dabei von jenen Gasleuchten, die wegen Defekten Tag und Nacht glimmen. Die Wirtschaftsverwaltung beziffert den Gesamtbedarf der aktuell 23.050 Gaslaternen auf 101 Gigawattstunden pro Jahr – bei einem Durchschnittspreis von 4,49 Cent pro kWh (bei dem es nicht bleiben wird). Macht knapp 4,5 Millionen Euro p.a. für Putins Exportschlager. Und etwa 20.000 Tonnen CO2. Zuständig für die Laternen ist Stromnetz Berlin; das Gas liefert die Gasag, bei der nach eigener Auskunft gemäß „Brennkalender“ für die dunklen Stunden geordert und die Einsparung wegen kaputter Leuchten monatlich verrechnet wird. Wer für die Dauerbrenner aufkommt, verrät die Gasag nicht. CP-Erleuchtung: Irgendwie wir alle.