Kiezkrankenhäuser stehen vor dem finanziellen Corona-Kollaps
In der Pandemie mussten bisher viele OPs verschoben werden. Einem Reinickendorfer Krankenhaus fehlt deshalb nun das Geld für das Nötigste. Von Felix Hackenbruch.
In der Pandemie werden immer mehr Krankenhäuser zu Patienten. Das Dominikuskrankenhaus in Reinickendorf steht nach CP-Infos kurz davor, keine Gehälter mehr zahlen zu können. Um Corona-Kapazitäten freizuhalten, hat das Kiezkrankenhaus planbare Eingriffe heruntergefahren, Betten werden freigehalten, andere sind mit leichten Covid-Fällen belegt. Trotz massiver Einnahmeverluste fällt das Caritas-Krankenhaus nicht unter den Rettungsschirm der Bundesregierung. „Die Krankenhäuser müssen sich auf die Patientenversorgung konzentrieren können und dürfen nicht in finanzielle Schieflage geraten“, sagte Caritas-Direktorin Ulrike Kostka. Sie fordert vom Land Berlin, dass alle Krankenhäuser, die COVID-19-Patienten behandeln, berücksichtigt werden. „Der Rettungsschirm darf nicht nur an den Intensivkapazitäten und Notfallstufen festgemacht werden. Das ist ungerecht und gefährdet die Gesundheitsversorgung insgesamt“, sagte Kostka. Krank macht nicht nur das Virus – auch das System.