Standesamt Pankow lässt Brautpaare warten
Ganz anders sieht es leider weiterhin beim Unterhaltsvorschuss aus - und ganz besonders beim Standesamt Pankow, das sogar vor sich selber warnt: „Achtung! Derzeit beträgt die Wartezeit für die Terminvergabe 3 bis 4 Monate. Wir empfehlen daher dringend, die Hochzeitsplanung erst dann vorzunehmen, wenn die Anmeldung erfolgt ist.“ Diese ist aber so gut wie unmöglich. Zwar werden angeblich Termine jeden Samstag und Sonntag um 8.30 Uhr für den Montag und Dienstag vier Wochen später „freigegeben“. Doch tatsächlich wechselt das Datumsfeld von „weiß“ (Termin noch nicht freigegeben) direkt auf „rot“ (Termin ausgebucht), ohne die Zwischenstation „blau“ (Termin buchbar). Es gibt offenbar Wartelisten, aber keinen Hinweis, wie man auf eine solche kommt: Auf Mails und Anrufe wird gar nicht erst reagiert. Ein erster Härtetest für die Beziehung – wer das übersteht, schafft auch die nächsten sieben Jahre.
Zur Überbrückung der Wartezeit hier ein bisschen Amtslyrik, ebenfalls vom Standesamt Pankow, gedichtet in besseren Zeiten, hier konserviert für die Ewigkeit:
„Heiraten Sie in einem der schönsten Berliner Standesämter – im Rathaus Pankow, im beliebten Standesamt Prenzlauer Berg an der Fröbelstraße (CP-Hinweis: Lt. BA derzeit keine Eheschließung) oder im beschaulichen Standesamt Weißensee an der Amalienstraße (Lt. BA derzeit keine Eheschließung). Zudem können Sie sich an ausgewählten Terminen im rekonstrierten Schloss Schönhausen oder in der rustikalen Rosenthaler Schmiede trauen lassen. Hier ist für Jeden etwas dabei, warum also am vermeintlich schönsten Tag des Jahres in die Ferne schweifen.“ Tja, warum wohl…