Bezirksverordneter soll sich im Rathaus melden – mit falscher Postleitzahl
Was der FDP-Verordnete Michael Heihsel erlebte, als er auf offiziellem Postweg sein Mandat annehmen wollte, sorgt für Erstaunen. Von Stefan Jacobs.
„Was ist eigentlich kaputt in dieser Stadt?“, twitterte der wieder in die BVV von Xhain gewählte FDP-Verordnete Michael Heihsel am Sonntag. „Denkt hier noch irgendeiner mit oder soll eigentlich auch die letzte Büroklammer dysfunctional werden? Ich fasse es nicht.“ Dazu stellte er ein Foto seines Briefs zur Mandatsannahme, den ihm die Post mit dem Vermerk „Unbekannt / Hier nicht zu ermitteln“ zurückgeschickt hatte. Dabei hatte Heihsel den Umschlag wie vorgegeben ans Rathaus Friedrichshain in 12047 Berlin adressiert. „Faxmitteilung unzulässig“, stand in dem Schreiben der Bezirkswahlleitung; die Zukunftsmusik E-Mail war gar nicht erwähnt. CP-Ermittlungen zufolge wäre die korrekte Postleitzahl 10247 gewesen. Nach Auskunft von Heihsel hat sich das Bezirksamt prompt bei ihm entschuldigt. Das schreibt uns auch der Wahlleiter, der das Malheur als Einzelfall bezeichnet.