Lufthansa bekommt Milliarden, andere haben keine Lobby

Damit der angeschlagene Kranich nicht abstürzt, füttert der Staat kräftig zu. Der Lufthansa wird mit neun Milliarden Euro Steuergeld geholfen. Im Gegenzug bekommt der Bund zwei Aufsichtsratsplätze und 20 Prozent des Unternehmens, das rund 138.000 Beschäftigte hat.
Damit folgt die Krise weiter dem Gesetz der größten Lobby. Beispiele? In der Bundesliga rollt der Ball, während andere Sportler auf die Couch gezwungen werden. In Baden-Württemberg wird von einem grünen (!) Ministerpräsidenten eine Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotor gefordert, Nordrhein-Westfalen erklärte sich zum Land der Küchenbauer, Bayern schafft die Mehrwertsteuer für Gastronomen ab.
Die Corona-Politik folgt mitunter dem Motto, wer am lautesten schreit, wird am ehesten gehört. Doch wer hilft den Gruppen ohne Sprachrohr? Eltern, Kulturschaffende, Kinobetreiber, Reisebüros (s. weiter unten!), Schausteller, Prostituierte – so bunt, so unvollständig die Aufzählung. Sie alle verbindet die Perspektivlosigkeit.