Schleuser stiften Scheinehen

Wer mal einen Personalausweis verloren hat, der wird sich darüber wundern, wie leicht eine Schleuserbande an sogenannte Aufenthaltstitel gekommen ist. Wie der RBB zuerst berichtete, gab es im vorigen Jahr eine Betrugsserie mit Scheinehen zwischen Männern aus Nigeria und Frauen aus Portugal. Die angeblichen Ehepaare legten gefälschte Arbeits- und Mietverträge bei der Berliner Ausländerbehörde vor – und der Aufenthalt nach EU-Recht war gesichert. 173 Fälle werden jetzt noch einmal überprüft. Behördeninterne Warnhinweise sollen wie im Bundesamt für Migration ignoriert worden sein – die zuständige Senatsinnenverwaltung bestreitet das.