Polizei ist nach „Syndikat“-Räumung weiter in der Weisestraße präsent

Per Brief an den Innenausschuss beschweren sich Anwohner über den Räumungseinsatz. Die Polizei ist weiterhin oft vor Ort. Von Felix Hackenbruch

Polizei ist nach „Syndikat“-Räumung weiter in der Weisestraße präsent
Foto: Paul Zinken/dpa

Unverhältnismäßig“ finden Anwohner und Gewerbetreibende in der Neuköllner Weisestraße den Polizeieinsatz rund um die Räumung der Kiezkneipe Syndikat. Man sei „mehrere Tage terrorisiert“ worden, heißt es in einem Brief an den Innenausschuss. Hunderte Polizisten hatten Anfang August die Räumungsvollstreckung gesichert, das Gebiet glich einer Hochsicherheitszone. Und offenbar ist die Polizei weiterhin sehr präsent. Auf CP-Anfrage teilte die Pressestelle mit, es habe zwischen dem 11.8. und dem 14.9. 50 Einsätze in der Weisestraße gegeben. 16 Einsätze dauerten mehr als 22 Stunden, sechs Mal waren Polizeihunde im Einsatz. In der gesamten Straße seien in dem Zeitraum 61 Straftaten registriert worden, darunter drei Fahrraddiebstähle, fünf Beleidigungen, Taschendiebstahl und zwölf Straftaten gegen die öffentliche Ordnung. Zum Vergleich: Im Syndikat hatte es laut Innenverwaltung in den vergangenen zehn Jahren zwei Anzeigen wegen Körperverletzung und drei Lärmbeschwerden gegeben.