Unfallkommission prüft Konsequenzen nach Tod eines Kindes – und Tempo 30 bedeutet nicht immer, dass man 30 fahren darf
Heute Nachmittag ist es genau eine Woche her, dass vor einer Kita in Prenzlauer Berg ein Fünfjähriger von einem 79-jährigen Autofahrer totgefahren wurde – auf der Wichertstraße, die dort mit „Achtung, Kinder“ und Tempo 30 beschildert ist. Am Dienstag haben nach Auskunft der Verkehrsverwaltung mehrere Behördenleute den Unfallort begutachtet. Mitte des Monats sollen sie in der Unfallkommission entscheiden, ob und wie sich die Stelle entschärfen lässt. Da eine solche Tragödie jederzeit und überall in der Stadt droht, wäre vielleicht eine Info-Kampagne angebracht mit der Botschaft, dass ein 30er-Schild vor einer Kita bedeutet, dass dort unter den denkbar günstigsten Umständen 30 gefahren werden darf und dass diese Umstände garantiert nicht gegeben sind, wenn auf der Mittelinsel ein Kind wartet.