Heimlicher Besuch im Abrisskino am Sony-Center

Außer Konkurrenz lief gegenüber im Untergeschoss des Sony-Centers (früher Berlinale-Kerngebiet) übrigens ein Gruselschocker für Kinoliebhaber – einziger Zuschauer (Sie ahnen es vielleicht schon): Robert Ide (wer sonst). Er suchte so lange, bis er eine unverschlossene Tür fand und hinabstieg auf stillgelegten Rolltreppen, vorbei an verwaisten Tresen. Wo früher Originalfassungsfans ihre Heimat hatten, hängen heute Kabel aus den Wänden, stehen Kinostühle im Gang, liegen Lampen auf dem roten Teppich. Nur die Zahl am Kino 2 leuchtet fahl, als letztes Lebenszeichen. Während der Berlinale sollte niemand etwas vom Abriss mitbekommen, alle Scheiben waren abgeklebt, die Arbeiten ruhten. Einen vielleicht letzten Blick, heimlich aufgenommen, können Sie hier sehen.