Nach dem Vergabedesaster: 30 Schulen mahnen Caterer ab
Das Stichwort „Schulessen“ lässt viele Eltern auch anderthalb Jahre nach dem Vergabedebakel 2024 noch nervös zusammenzucken. Auch die Vergabekammer des Landes Berlin hat den Brocken noch nicht ganz verdaut, wie die Bildungsverwaltung jüngst an den Hauptausschuss berichtete. Rund 130 Grundschulen (und eine Handvoll Gemeinschaftsschulen und Gymnasien) stecken bis heute in Interimsverträgen mit Caterern – weil so viele Nachprüfungsverfahren laufen. Das ist allerdings „normal“: Als 2024 die Verträge neu vergeben wurden, hatte die Vergabekammer gerade erst die Nachprüfungsverfahren aus den vorherigen vier Jahren bearbeitet.
Und wie schmeckt’s? Für rund 30 Schulen liefen laut Bildungsverwaltung im Dezember 2025 Abmahnverfahren gegen den Caterer, „da sie ihre Verträge nicht oder unzureichend erfüllen“. Manche haben in der Zwischenzeit schon gewechselt. Der Anbieter „40 Seconds Kids“ übrigens hat sich nach dem Anfangschaos offenbar stabilisiert: Eine Checkpoint-Anfrage bei den Bezirken ergab, dass es hier nur ein Abmahnverfahren gab. Der Rest ist Geschmackssache.