Streit im Neuköllner Gesundheitsamt: Vorwürfe gegen Blumenthal und Savaskan
Beef (sorry für die Überleitung!) gibt’s auch im Neuköllner Gesundheitsamt. Dort haben in den vergangenen Wochen drei Führungskräfte gekündigt, berichtet mein Kollege Hannes Heine. Zudem wollen sich einige Mitarbeiter versetzen lassen. Hintergrund ist offenbar der Streit zwischen Noch-Amtsarzt Nicolai Savaskan und Gesundheitsstadträtin Mirjam Blumenthal (SPD). Letztere wirft Savaskan vor, sich Mitarbeitern gegenüber im Ton vergriffen und Weisungen missachtet zu haben, sie entband ihn vor zwei Monaten von seinen Pflichten und erteilte ihm Hausverbot. Savaskan hatte seinerseits Blumenthals „disziplinarisch-sanktionistischen“ Führungsstil bemängelt, Unterstützer des Noch-Amtsarztes beklagen, Blumenthal würde Innovation verhindern und habe benötigte Hilfe vom Lageso abgelehnt. Die ganze Geschichte des Streits hat Hannes Heine aufgeschrieben.
Die Vorwürfe reißen nicht ab: In einer E-Mail an die Personalstelle des Bezirksamts, die dem Checkpoint vorliegt, schildert jemand, der im Neuköllner Gesundheitsamt arbeitete, die Arbeit mit Blumenthal als äußerst schwierig. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Öffentlich bekannt geworden war der Streit zwischen Blumenthal und Savaskan wegen eines mittlerweile gelöschten Rap-Videos (kein Scherz, siehe CP vom 15.5.), in dem Ali Bumaye auftrat, der ein Verwandter von Arafat Abou-Chaker ist. Blumenthal sagte in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), die Löschung habe nichts mit seiner Verwandtschaft zu der Clan-Größe zu tun – Whatsapp-Nachrichten belegen das Gegenteil (CP vom 7.9.). Die Neuköllner CDU hat nun einen Missbilligungsantrag gegen Blumenthal gestellt, am Mittwoch spricht die BVV über das Thema.