Ideen für den Besuch in der Parkzone

Von Pantelleria zurück nach Berlin: „Parkschein“ lautet diesmal das Lösungswort unseres Wochenrätsels (falls Sie noch nicht dazu gekommen sind: Hier können Sie Ihre Berlinkompetenz testen) – und wir bleiben gleich beim Thema, das sich wie ein Löwe durchs Sommerloch frisst. Am vergangenen Freitag hatte hier Anke Myrrhe über teure Besuche in der „Parkraumbewirtschaftungszone“ berichtet. Wenn in den Ferien Mama oder Opa bei ihren Lieben in Berlin vorbeischauen wollen, ist es inzwischen günstiger, die Kiste abschleppen zu lassen, als stündlich den Automaten zu füttern, denn Gästevignetten sind im System nicht vorgesehen.

Dass es auch anders geht, ohne gleich die Ausnahme zur Regel zu machen (aber um bewegungseingeschränkten Menschen Besuche zu erleichtern), zeigen Ideen, die uns am Wochenende Leserinnen und Leser aus anderen Städten zugeschickt haben. Hier zwei Beispiele:

Heidelberg: Zusammen mit der jährlichen Parkkarte (120 Euro, z. Zt. 36 Euro) verschickt die Stadt einen DIN A4-Bogen mit 9 Tages-Besucherkarten und einer Wochenkarte. Auf denen werden Kennzeichen und Besuchstag eingetragen (Michael Remus).

Hamburg: Bis zu 20 Besucherparkausweise pro Anwohner und Monat (3 Euro/Tag) können hier ohne Bearbeitungsgebühr online beantragt und sofort ausgedruckt werden. Anwohner zahlen 65 Euro pro Jahr. (Thomas Dittmann und Bahareh. Soltani Noory).

Selbstverständlich gibt es auch Gegenbeispiele – also Städte, in denen Familienbesucher noch mehr zahlen als in Berlin (eigentlich die meisten). Und es gibt weltweit kaum eine andere Stadt, in der Anwohner so wenig für ihren Dauerparkausweis zahlen (vielleicht laden Sie Ihren Besuch vom eingesparten Geld ja einfach zu ein paar Tagen frei Parken vor Ihrer Haustür ein). Übrigens: Sie dürfen nach Berlin auch ohne Auto kommen – und sich hier bei einem Carsharing-Unternehmen im Bedarfsfall eins mieten (das können Sie dann sogar kostenlos abstellen).