Braucht Berlin möblierte Wohnungen von Wunderflats?
Drei Millionen Euro hat das Start-up Wunderflats einst bei Geldgebern eingesammelt, vor allem bei der landeseigenen Investitionsbank Berlin. Das Geschäftsmodell der Onlineplattform ist umstritten: Möblierte Wohnungen werden hier zu hohen Preisen an temporäre Mieter vermittelt. Folge: Dem üblichen Wohnungsmarkt sind die Apartments entzogen. Ungesetzlich ist das zwar nicht, doch Kritiker sagen, dass möblierte Wohnungen die Preise auf dem Mietmarkt in die Höhe treiben. Kein Problem dagegen für Jürgen Allerkamp, den Chef der Investitionsbank: „Das betrifft 0,006 Prozent der Berliner Wohnungen.“ Und überhaupt: Es sei existenziell wichtig für Berlin, dass es auch ein solches Angebot für Menschen gibt, die keine Zeit hätten, sich eine Wohnung einzurichten. Oder die sich noch nicht sicher sind, ob sie langfristig in Berlin bleiben. Das sehen die, die genug Zeit haben, in Berlin ihre Steuern zahlen, aber langfristig keine bezahlbare Wohnung finden, bestimmt ein wenig anders.