Skandal um Lunapharm

Der Übergang zur nächsten Meldung ist wirklich nicht einfach: Denn es stockt einem das Herz angesichts der Zahl der Krebspatienten, die vom Skandal um die Brandenburger Firma Lunapharm betroffen sind: Mehr als 220 Menschen in Berlin und Brandenburg sind mit womöglich unwirksamen Medikamenten behandelt worden. Laut Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Fraktionschefs Sebastian Czaja sind die Präparate über drei Apotheken an 14 Arztpraxen in der Stadt geliefert worden. Die Arzneien stammen vermutlich aus Diebstählen in Griechenland und Italien. Die brandenburgische Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke), seit Wochen wegen der schleppenden Aufklärung des Skandals in der Kritik, muss sich heute auf einer Sondersitzung des Potsdamer Gesundheitsausschusses dazu äußern. In einem Brief an die Mitglieder ihrer Partei hat sie schon mal vorab „Opposition und Medien“ vorgeworfen, sich parteipolitisch zu profilieren. Diese wollten keine Aufklärung, sondern eines: „Meinen Kopf.