Aktueller Erkenntnisstand nach Tod einer Elfjährigen
Der Tod einer elfjährigen Schülerin bewegt weiter die Stadt. Der Regierende Bürgermeister ließ sich gestern in der Vorbesprechung zur Senatssitzung über den Erkenntnisstand informieren. Demnach gibt es bisher keine belastbaren Hinweise für einen Freitod des Kindes in unmittelbarer Folge von Mobbing. Nach Angaben der Schulleiterin war das Mädchen im vergangenen Schuljahr Opfer von Angriffen, zwei beschuldigte Mitschülerinnen mussten die Klasse verlassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt von Amts wegen, „ob strafrechtlich relevantes Fremdverschulden auszuschließen ist“ – der Todesfall wird als „vermutlicher Suizid“ geführt.
In der Senatssitzung selbst war das schreckliche Ereignis kein Thema, Schulsenatorin Sandra Scheeres ließ sich wegen eines auswärtigen Termins von ihrer Staatssekretärin vertreten. Unmittelbar nach Rückkehr der Senatorin ist ein Treffen mit Elternvertretern der Reinickendorfer Schule geplant (wahrscheinlich noch heute).