Ampel lässt weiter auf sich warten
Neues von Berlins berühmtester Ampel (Heiligenseestraße / Konradshöher Straße) – Sie erinnern sich: Vier Jahre dauerte hier alleine die Berechnung der Statik eines neuen Mastes, nachdem ein Autofahrer den alten umgefahren hatte. Seitdem stand hier ein Provisorium (Hinweis für Neuberliner: ortstypischer Begriff für „Lösung“). Ende 2017 sollte nach Senatsangaben endlich alles erledigt sein und eine moderne, kombinierte „Lichtzeichenanlage“ mit „Lichtsignalgeber und Straßenleuchte am Gemeinschaftsmast“ stehen. Doch die Rot-Phase dauert immer noch an, zur Begründung: „Die Verzögerung der Inbetriebnahme beruht auf den Lieferzeiten des Sondermaterials, konstruktionsbedingt war ein geändertes Unterteil erforderlich.“ Kann ja schon mal vorkommen. Frage von MdA Schmidt (CDU): „Sieht der Senat in dieser Verwaltungsposse, über die mittlerweile schon international berichtet wird, einen Imageschaden für das Land Berlin?“ Antwort von Staatssekretär Kirchner: „Nein.“ Checkpoint-Tipp für die Werber von „Visit Berlin“: Currywurstbude neben die Ampel stellen und im Rahmen des dezentralen Tourismuskonzepts Folklore-Bustouren nach Tegel anbieten.