Modellprojekt Ladelaternen überschätzt Laternenumfang

Über das Modellprojekt Ladelaternen für E-Autos (1000 Masten sollten angezapft werden) haben wir im Checkpoint schon öfter berichtet – seinen Namen hat es verdient: Wie bei Berliner Projekten üblich, funktioniert hier nichts. Jan Thomsen, Sprecher der Verkehrsverwaltung, erklärt uns, woran es diesmal hakt: „Im Fortschritt des Projekts wurde festgestellt, dass die derzeit bundesweit geltenden technisch-regulatorischen Anforderungen an Ladeinfrastruktur eine Realisierung in öffentlichen Beleuchtungsmasten nicht wie geplant erlauben.“ Oder, mit anderen Worten: „Im Fortschritt des Projekts“ wurde festgestellt, dass „ein Laternenmast dafür zu eng ist“.

Das Projekt ist übrigens Teil des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020“, also schon ein bisschen älter. Vor anderthalb Jahren, im Januar 2019, zitierte die Projektwebsite den Sprecher der Verkehrssenatorin noch so: „Wir wollen wissen, inwiefern öffentliche Laternenladepunkte dazu beitragen können, Elektromobilität für immer mehr Menschen attraktiv zu machen.“ Was wir heute, im Juli 2020, immerhin schon mal wissen: Wie lange es im Land Berlin dauert, einen Laternenmast auszumessen.