Wir ziehen dem BER-Count-up den Stecker

Seit Beginn des Checkpoints gehörte er immer dazu. Doch heute schalten wir den legendären Zähler aus. Eine Würdigung. Von Lorenz Maroldt

Wir ziehen dem BER-Count-up den Stecker
Grafik: Tsp

Was nicht bleibt, ist eine Institution, die den BER seit dem Nichteröffnungsdesaster 2012 tagtäglich treu begleitet hat (und die zum Gründungsmythos des Checkpoints gehört): Wir ziehen heute unserem legendärer BER-Count-up den Stecker. 3073 Tage lang hat er tapfer und ohne Panne seinen Dienst verrichtet (na gut: fast ohne). Aufsichtsräte, Geschäftsführer, Technikchefs, Ministerpräsidenten und Regierende Bürgermeister kamen und gingen – der BER-Count-up bleib. Er war unser Begleiter durch lange Checkpoint-Nächte und berauschende Checkpoint-Partys, ein tickendes Mahnmal deutscher Ingenieurskunst, politischen Kontrollverlustes und roter Zahlen (jeder Tag seit Nichteröffnung steht für den Verlust von 1 Mio Euro). Jetzt nehmen wir etwas wehmütig, aber erleichtert und auch mit Freude Abschied: Es ist vollbracht – wir haben den BER an den Start gezählt. Mal sehen, was als nächstes kommt (die Höhe von Kofferbergen vielleicht – das aber sicher erst nach Corona).