Polizeieinsatz in der Rigaer Straße

Wir recht Koppers hat, zeigte sich am Wochenende – bei einem etwas dubiosen Doppeleinsatz in Friedrichshain (mehr dazu gleich) vermeldete der Twitter-Account @rigaer94 vom Aktivisten-Hochsitz aus Tierisches: „Schweine lassen Autos vor unserer Tür abschleppen“, ein neuer Hausverwalter „nutzt die uniformierten Schweine, um sich vor Ort umzuschauen“,  „Schweine versuchen, nach dem Ende der Razzia in einer Wohnung, für die sie einen Durchsuchungsbeschluss hatten, in mehrere Wohnungen im Vorderhaus einzubrechen“, „Nordkiez ist voll von Schweinen“ und: „Unser Erscheinen war wohl zu friedlich... oder die Schweine wurden noch nicht gefüttert.“

Es folgte die obligatorische nächtliche Anschlussrandale, bei der Autos, Neubauten und Geschäfte demoliert und Nachbarn eingeschüchtert wurden – und es bleibt ein Rätsel, warum diese Art der linksextremistischen „Gegenkultur“ in rot-grünen Kreisen noch immer Sympathien genießt und Schutzbedürfnisse weckt.

Was die Polizei aber dort genau trieb, ist offenbar nicht mal der Polizei selbst so richtig klar – jedenfalls waren im Präsidium nicht alle auf demselben Stand. Durchsuchung, Beweissicherung, Teilräumung, Bauarbeiterbegleitung? Am Freitag, dem zweiten Tag, dementierte die Pressestelle zunächst sogar stundenlang das Offensichtliche, nämlich: dass es überhaupt einen Einsatz gibt. Ob Teile dieses Einsatzes zu weit gingen, wird nun die Politik zu klären versuchen. Beschlagnahmt wurden übrigens eine Sturmhaube, eine Maske, eine Schreckschusspistole, eine Tierabwehrpistole und zwei Laserpointer – mit einem Laserpointer war eine Polizistin am Auge verletzt worden.