Exklusiv: Deutsches Herzzentrum bekommt neuen kaufmännischen Direktor
Die Spitzenposition geht nach Checkpoint-Informationen an einen alten Bekannten der Charité mit hervorragenden Kenntnissen der Berliner Wissenschaftsszene. Von Lorenz Maroldt
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Das Deutsche Herzzentrum Berlin bekommt einen neuen kaufmännischen Direktor – die Mitglieder des Stiftungsrats wurden kurzfristig für morgen Vormittag zu einer außerordentlichen Sitzung eingeladen. Nach Checkpoint-Informationen sprach sich die Findungskommission unter fünf ausgewählten Bewerbern mit eindeutiger Empfehlung für den Wissenschaftsmanager Rolf Zettl aus. Der promovierte Biologe hatte erst am 1. Januar vergangenen Jahres eine Stelle als kaufmännischer Geschäftsführer der Robert-Bosch-Krankenhaus-GmbH angetreten. Zuvor war Zettl knapp drei Jahre lang im Vorstand des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung.
Politische Relevanz hat die Besetzung der Stelle wegen der anstehenden Aufgaben: Das Herzzentrum und die Charité vereinen ihre Einrichtungen der Herz-Kreislauf-Medizin, Berlin soll damit eine internationale Spitzenposition bei der Patientenversorgung sowie bei Forschung und Lehre erreichen. Die Charité soll mittelfristig eine Verkaufsoption des Stiftungsanteils erhalten, die Stiftung könnte sich auf Forschung und Lehre konzentrieren. Bund und Land finanzieren das Vorhaben mit jeweils dreistelligen Millionensummen, in Moabit ist ein Neubau geplant (erster Spatenstich 2023). Vor einem halben Jahr hatte sich das Herzzentrum wegen heftiger interner Auseinandersetzungen überraschend vom bisherigen kaufmännischen Direktor Marcus Polle getrennt.