Dramatische Trockenheit: Wo der versprochene Regen für Berlin blieb
Nachdem hier vor acht Tagen jede Menge Regen versprochen worden war und keiner fiel, reklamieren wir das mal beim Wetterdienst. Jörg Riemann, Chefmeteorologe der „Wettermanufaktur“, entschuldigt den ausgebliebenen Regen vom Mittwoch damit, dass der nicht (wie einst üblich) großflächig vom Atlantik kam, sondern kompakt von Tschechien, von wo er über Polen abzog. Okay, und Freitag? Die eine Gewitterfront kam mittags nur mit Wind und rappelte später an der Oder umso heftiger. Die andere blieb westlich von Berlin stehen. Machte 38 Liter Regen pro Quadratmeter in Stettin, 33 in Potsdam – und null im Berliner Osten, wo es längst aussieht wie im Italo-Western. Naturguru Derk Ehlert hält die Dürreschäden an vielen Bäumen bereits für irreparabel. Für heute stellt Riemann bis zu zehn Liter pro Quadratmeter in Aussicht – und für Samstag letzte Tropfen vor der nächsten Dürrephase.