Berlin ist bereit für den 1. Mai
Die Sparkasse an der Boxhagener Straße ist bereits verbarrikadiert (Q: „Berliner Zeitung“) und Berlins Polizei ist ebenfalls bereit. Innensenator Andreas Geisel freut sich sogar schon auf einen politischen 1. Mai. Und Polizeipräsidentin Barbara Slowik sagt: „Ich will den Trend hin zu einem friedlichen 1. Mai ausbauen.“ Dafür soll die Polizei wie gehabt mit einer Doppelstrategie fahren: Reden mit denen, die reden wollen, und hart durchgreifen bei Straftaten. Deswegen sind mit 5500 Beamten noch 200 mehr als vergangenes Jahr im Einsatz, als es weitgehend friedlich blieb. Sicherheitsexperten fürchten allerdings, das Verdrängungs-Thema könne der linksextremistischen Szene helfen; die Stimmung kippen. Das wollen einzelne Elektroroller-Anbieter lieber nicht riskieren. In „rot markierten Bereichen“ rund um die Hot Spots in Kreuzberg und Friedrichshain können seit gestern Abend keine Roller mehr abgestellt werden. Kein Problem – wer dem Ausnahmezustand entkommen will, kann dafür auch ein „Mobike“ nutzen. Sogar kostenlos. Dafür illegal. Denn in Berlin wird nicht nur über die Enteignung von Wohnungsunternehmen diskutiert. Die Aktivisten von „Mobike & Co. enteignen!“ haben ein Video ins Netz gestellt, in dem sie zeigen, wie man die orangenen Räder aus China knackt.