BER-Chef: Mit der Limousine durch Tokio
Dass sich Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup bei einer Dienstreise nach Japan kein Taxi sondern ein „VIP-Shuttle“ geleistet hat, erregte am Wochenende nicht nur die „Bild“-Zeitung. Sprecher Hönemann holte das Skandälchen schnell vom Himmel, eine Stadtrundfahrt habe es nicht gegeben und es handele sich um Kosten von „weniger als 500 Euro“ – angesichts der rund eine Million Euro, die der Nichtbetrieb jeden Tag kostet, wohl auch weniger aufregend als die unerwartete Unterstützung von einem der schärfsten Kritiker von BER und ELD: FdC! Dieter Faulenbach da Costa („Nur wer zaubern kann, wird das BER-Terminal in Betrieb bekommen“; „Eine Stange Dynamit würde für mehr Ordnung sorgen als der Versuch, die Fehler zu beheben.“) schreibt uns: „Sicher ist es nicht korrekt, wenn der Flughafenchef private Touren durch Tokio als Dienstreise abrechnet. Aber wer Tokio kennt, käme nie auf die Idee ein Taxi zu nehmen.“ Die meisten Fahrer sprächen kein Englisch, würden nur ihren Stadtteil kennen, und: Taxifahren sei sehr teuer. „Mit einem Taxi hätte ELD mehr Geld ausgegeben als die genannten 500 €. Die hat er schon durch die Nutzung der Shuttle-Services von/zum Flughafen eingespart.“ Na, dann können wir uns ja wieder mit den wirklich wichtigen Dingen beschäftigen.