Tanzt der Regierende mit? Erster Berliner Hip-Hop-Ball im Roten Rathaus
Wenn Sie den Regierenden Bürgermeister demnächst mit Goldkette durch die Stadt laufen sehen: Der verschollene und wiederentdeckte Amtsklunker ist es nicht. Kai Wegner (CDU) eröffnet als Schirmherr am Sonnabend im Roten Rathaus den ersten Berliner Hip-Hop-Ball. Initiatorin Sajeh Tavassoli hat die Idee aus Wien mitgebracht. „Was Wien an Ballkultur hat, hat Berlin an urbaner Kultur“, sagte sie dem Checkpoint. Deshalb sei naheliegend, beides zu verbinden: ein Ball mit HipHop-Musik und klassischen Orchestern, inklusive Graffiti-Ausstellung.
Erklingen soll dann etwa der „Urbane Walzertanz“, eine Version von „An der schönen blauen Donau“ mit HipHop-Beats. Dazu herrscht ein strenger Dresscode: Frack oder langes Kleid und Sneakerpflicht. Hip Hop ist eine ernste Angelegenheit: „Der Einlass kann leider verweigert werden, wenn der Dresscode nicht eingehalten wird.“ Tickets gibt’s ab 150 Euro, gesponsort von Uber, dem Land entstünden keine Kosten, versichert die Senatskanzlei auf Checkpoint-Anfrage: „Ein solches Angebot passt zu Berlin als internationale, attraktive und junge Metropole.“ Es kommentiert Checkpoint-Gastkritiker Penny Rimbaud (Crass): Punk is dead.