Am Samstag eröffnet Berlins erster Impf-Drive-in vor Ikea

Weil die Zahl der Impfungen stagniert, piksen mobile Teams verstärkt an belebten Orten – u.a. vor einem Möbelhaus in Lichtenberg. Eine Übersicht nach Bezirken. Von Nina Breher

Am Samstag eröffnet Berlins erster Impf-Drive-in vor Ikea
Ab zu Köttbullar und zum Piks: Ikea-Möbelhaus in Berlin-Lichtenberg. Foto: Andreas Gora/Imago

Angesichts einer stagnierenden Impfkampagne bei steigender Inzidenz überbieten sich Berliner Politikerinnen derzeit mit Vorschlägen, wie man Impfangebote schafft, die angenommen werden: von Strafen (04.07., DRK/Mario Czaja) über „Freikarten für Museen, Konzerte oder Sportveranstaltungen“ (05.07., SPD/Franziska Giffey), freien Zoo- und Tierpark-Eintritt bei Impfung (09.07., Grüne/Antje Kapek), Impf-Partynacht mit DJs (09.07., SPD/Dilek Kalayci) bis hin zu einer Corona-Impflotterie (14.07., Neukölln/Amtsarzt Nicolai Savaskan).

Nebenbei passiert sogar etwas, wenn auch etwas weniger extravagant als erhofft: Mobile Impfteams wollen an belebten Orten impfen – ab Freitag zuerst auf dem Neuköllner Hermannplatz (10 bis 17 Uhr, Wohnort egal, Staatsbürgerschaft egal, Ausweis mitbringen). Samstag öffnet der erste Berliner Impf-Drive-in bei Ikea (Profi-Tipp: Man darf auch zu Fuß kommen). Und die BVG kündigte an, ab kommendem Wochenende in der BVG-Zentrale zu impfen, buchbar via Doctolib. Ob es zu spät ist für weitere Vorschläge? Mir läge ja die Erschließung impfskeptischer Zielgruppen am Herzen: Wie wäre es mit Impfmeditation? Impfyoga? Mobilen Impfteams auf Querdenker-Demos? Als wohlwollendes, unverbindliches Angebot, versteht sich.