Am Samstag eröffnet Berlins erster Impf-Drive-in vor Ikea
Weil die Zahl der Impfungen stagniert, piksen mobile Teams verstärkt an belebten Orten – u.a. vor einem Möbelhaus in Lichtenberg. Eine Übersicht nach Bezirken. Von Nina Breher
Angesichts einer stagnierenden Impfkampagne bei steigender Inzidenz überbieten sich Berliner Politikerinnen derzeit mit Vorschlägen, wie man Impfangebote schafft, die angenommen werden: von Strafen (04.07., DRK/Mario Czaja) über „Freikarten für Museen, Konzerte oder Sportveranstaltungen“ (05.07., SPD/Franziska Giffey), freien Zoo- und Tierpark-Eintritt bei Impfung (09.07., Grüne/Antje Kapek), Impf-Partynacht mit DJs (09.07., SPD/Dilek Kalayci) bis hin zu einer Corona-Impflotterie (14.07., Neukölln/Amtsarzt Nicolai Savaskan).
Nebenbei passiert sogar etwas, wenn auch etwas weniger extravagant als erhofft: Mobile Impfteams wollen an belebten Orten impfen – ab Freitag zuerst auf dem Neuköllner Hermannplatz (10 bis 17 Uhr, Wohnort egal, Staatsbürgerschaft egal, Ausweis mitbringen). Samstag öffnet der erste Berliner Impf-Drive-in bei Ikea (Profi-Tipp: Man darf auch zu Fuß kommen). Und die BVG kündigte an, ab kommendem Wochenende in der BVG-Zentrale zu impfen, buchbar via Doctolib. Ob es zu spät ist für weitere Vorschläge? Mir läge ja die Erschließung impfskeptischer Zielgruppen am Herzen: Wie wäre es mit Impfmeditation? Impfyoga? Mobilen Impfteams auf Querdenker-Demos? Als wohlwollendes, unverbindliches Angebot, versteht sich.