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Franziska Giffey für Impfanreize statt -sanktionen
Unkonventionelle Formen der Motivation schlägt die SPD-Spitzenkandidatin vor. Und womit lockt man die Menschen zum Piksen? Von Nina Behr.
Foto: Woldgang Kumm/dpa
Auch für Berlin (Herzenssache, Sie erinnern sich) hatte Giffey dann noch einen Vorschlag: „unkonventionelle Anreizmethoden wie in Amerika“, damit die Leute zu ihren Impfungen kommen. Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ brachte die SPD-Spitzenkandidatin als Vorschlag „zum Beispiel (…) Freikarten für Museen, Konzerte oder Sportveranstaltungen.“ Impfen und Spiele! Der Berliner Chef des Deutschen Roten Kreuzes Mario Czaja hatte zuvor für eine andere Version des Spiels plädiert: zweiten Impftermin wahrnehmen oder blechen! Die fünf bis 10 Prozent der Menschen, die ihre Zweitimpfungen ohne Vorwarnung absagten, sollten mit 25 bis 30 Euro sanktioniert werden, sagte er dem RBB. Und ist sich darin einig mit Karl Lauterbach (SPD), der dem WDR sagte, eine Strafe für Impfschwänzer wäre sinnvoll. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist dagegen. Die Berliner Grünen-Fraktionschefin Silke Gebel sagte dem RBB, man könne über Strafzahlungen „sicherlich nachdenken“, momentan seien sie aber nicht zielführend.