Wieder da: Friedrich Merz in der Politik, Siemens in Berlin

Jetzt sind tatsächlich beide zurück: Friedrich Merz auf der politischen und Siemens auf der Berliner Bühne. Der CDU-Politiker hat sich am Mittwoch erstmals vor der, wie man so schön sagt, versammelten Hauptstadtpresse zu seiner Kandidatur geäußert. Kurz nach Merkels Ankündigung, den CDU-Vorsitz abzugebenhatte er ja aus der Ferne schon mal blitzschnell den Finger gehoben. „Mein Name ist Friedrich Merz. Mit e“, stellte er sich nun vor, als sei er in Vergessenheit geraten. Ganz weg war der Merkel-Rivale allerdings nie, wie Tagesspiegel-Kollege Robert Birnbaum in seinem Porträt über den 62-Jährigen schreibt. Und die „F.A.Z.“ weiß zu Merz: „Dieser Kandidat passt nicht auf einen Bierdeckel.“
Und Siemens? So richtig weg war das Unternehmen ja eigentlich auch nicht, wenngleich es zeitweise den Eindruck in Berlin vermittelte, es sei auf dem Rückzug. Jedenfalls ist der Konzern jetzt wieder dicke da; am Mittwoch besiegelten die Spitzen des Unternehmens und der Landesregierung das, was im CP gestern schon angekündigt war: Aus Siemensstadt wird für 600 Millionen Euro ein Innovationscampus mit allem Pipapo (die Details sind hier nachzulesen). Die Konzernführung zeigte sich von den Vorarbeiten der Berliner Seite sehr beeindruckt – sowas hört man ja auch nicht alle Tage. Kein Wunder, dass da auch der Bezirk Spandau elektrisiert ist. „Ich freue mich sehr, dass sich die bezirklichen Anstrengungen und das Engagement Berlins gelohnt haben“, stellte Baustadtrat Frank Bewig (CDU) klar, wem hier eigentlich die Ehre gebührt.