Die SZ und das "tölpelhafte" Berlin

Der vergebliche Versuch der Barenboim-Said-Akademie, dem Bundespräsidenten ein korrekt adressiertes Buch zu schicken (DHL-Vermerk: „Der Empfänger war nicht zu ermitteln: Name nicht auf Klingelschild/Briefkasten“, CP vom 4.10.) hat die Republik erheitert - und es auch auf Seite 1 der „Süddeutschen Zeitung“ gebracht: „Die Sache wurde durch den Checkpoint bekannt, das ist der frühmorgendliche Newsletter des Tagesspiegels, der es gerne mag, wenn die Stadt, in der er erscheint und gelesen wird, als irgendwie tölpelhafte Stadt dasteht“, lesen wir da. Das ist natürlich eine ungeheure Frechheit – dazu folgende Gegendarstellung: Wir mögen es gar nicht, wenn unser geliebtes Berlin als tölpelhaft dargestellt wird (schon gar nicht von Münchner Schnösel-Schickis) - es lässt sich nur leider nicht immer vermeiden.
Eigentlich wollten wir hier den Kollegen der „SZ“ deshalb heute die Lederhosen langziehen, aber da sind uns schon andere zuvorgekommen. Für nähere Informationen verweisen wir auf die Ergebnisse des 7. Spieltags der Bundesliga (und auch gerne nochmal auf die des 6.). Übrigens: Die Zahl der Alkoholvergiftungen auf dem Oktoberfest ist von 670 im vergangenen Jahr auf diesmal 717 gestiegen. Und das schönste an München ist und bleibt, dass Sie von dort aus schnell woanders sind, z.B. nach 3:55 h in Riva del Garda (mit dem Auto) oder nach 3:55 h in Berlin (mit dem ICE). Es sei denn, Sie nehmen für die Strecke MUC–TXL die Lufthansa, so wie gestern Staatssekretärin Sawsan Chebli, dann kann’s auch schon mal 7:00 h dauern (mehr zur Lufthansa weiter unten).

Übrigens - DHL findet das Präsidialamt nicht, Hermes sucht vergeblich den Bundestag: Die Abgeordnete Katharina Dröge bekam sieben Tage nach einer Bestellung eine Nachricht des Unternehmens: „Adresse unbekannt“. Auch zwei weitere Zustellversuche scheiterten – der Bote versuchte vergeblich, das Parlament zu finden.