Wohnungsunternehmen-Verband bezeichnet Tagesspiegel als Mitbrandstifter
Gerade hat der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen, mit 112.000 Wohnungen der größte private Vermieter Berlins, seine Bilanz vorgestellt: Gewinn vor Steuern rund 1,9 Milliarden Euro. Man setze weiter auf steigende Mieten, hieß es bei dem Unternehmen, das im Mittelpunkt des Streits um Enteignungen steht. In der Nacht zu Mittwoch ist der Konflikt nun eskaliert. Linksextremisten zündeten zwei Autos des Konzerns in Steglitz an, wobei zwei weitere beschädigt wurden. Noch bevor auf dem linksextremen Online-Portal Indymedia ein Bekennerschreiben auftauchte, hatte der Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU) einen Mittäter ausgemacht: den Tagesspiegel. „Und selbst bei so einer Nachricht setzt der Tagesspiegel noch immer eins drauf und spricht vom ,umstrittenen Unternehmen‘“, twitterte der BBU. „Biedermann und die Brandstifter, kann man da wohl nur sagen!“ Parallel meldete sich BBU-Chefin Maren Kern in der „Berliner Zeitung“ zu Wort. Sie forderte dort - eine Versachlichung der Debatte.