Helfer werden von Autonomen terrorisiert
Um ganz andere Prioritäten geht‘s in Friedrichshain – dort terrorisieren seit Monaten Autonome mehrere Nachbarn, die nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung einem Verletzten halfen und die Polizei riefen. Das geht hier natürlich gar nicht, zumal der als Schläger verdächtige (Urteil im September) im teilbesetzten Haus Rigaer Straße 94 Türsteher der „Kadterschmiede“ ist. Die Helfer wurden als „Denunzianten“, „Schweine“ und „Kollaborateure“ beschimpft – und per Aushang zum Kiezgericht einbestellt: „Sie werden aufgefordert, am Donnerstag pünktlich um 21 Uhr in der Kadterschmiede vorzusprechen. Dabei soll Ihr Verhalten zur Sprache kommen und ein Weg gefunden werden, wie Sie den entstandenen Schaden eindämmen können. Der Termin kann nicht verschoben werden, da das weitere Verfahren möglichst schnell geklärt werden soll.“ Christine Kensche beschreibt in der „Welt“, „wie Autonome ihren Nachbarn das Leben zur Hölle machen“ – eine Art umgekehrter Gentrifizierung. Solidaritätsadressen der Lokalpolitik sind nicht überliefert.