Nachtigallen-Streit steht vor dem Ende

Gipfeltreffen in der Affäre Nachtigall: Nach komplizierten Gesprächsanbahnungen wie zwischen Nord- und Südkorea (strittig: wer, wie, wann, wo) konnten sich die Verwaltungen für Wissenschaft (SPD-geführt) und Umwelt (grün-geführt) auf ein gemeinsames Ziel einigen: Sie wollen zu einem „guten Ende“ kommen - piep, piep, piep, fast haben sich alle wieder lieb. Ein neuer Antrag soll „zügig bearbeitet“ werden, eine Entscheidung wie im Flug bahnt sich an. Im Umweltausschuss hatte Staatssekretär Tidow kurz zuvor noch getobt, es handle sich hier nicht um eine Posse seiner Verwaltung, sondern um „ein wissenschaftliches Trauerspiel“ – bei seiner Erklärung unterschlug er allerdings die Information, dass seine Mitarbeiterin viel früher als jetzt behauptet von dem schockierenden Plan der Biologinnen wusste, drei freilebende Männchen mit drei gezüchteten Weibchen zu sexuellen Handlungen verführen zu wollen.