Lompscher-Verwaltung blockiert Mietendeckel

Was zählt: Die neue offizielle Durchschnittsmiete von 6,72 Euro (Q: Mietspiegel). Die SPD drängt weiter auf die Restriktionen, die Abgeordnete Iris Spranger verkündet: „Mit dem Mietendeckel haben wir einen sehr treffsicheren Pfeil im Köcher, um die Mietenblase zum Platzen zu bringen.“ Bildlich ist das 1A, um nicht zu sagen: Das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht. Aber funktioniert’s auch politisch?

Die Stadtentwicklungsverwaltung lässt den Topf jedenfalls brodeln– hier Auszüge aus einem aktuellen Papier vom 6.5. aus dem Haus von Senatorin Katrin Lompscher:

„Unter der Prämisse, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen verhältnismäßig sein müssen, ist eine generelle Deckelung ohne Mietobergrenze (z.B. ein Mietenstopp) nicht möglich. Die gegenwärtige Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt rechtfertigt ein generelles Aussetzen von Mieterhöhungen nicht. Der Vergleich mit der Wohnungsmarktsituation und Mietbelastungen in anderen Städten sowie die im aktuellen Berliner Mietspiegel abgebildeten Entwicklungen gebieten Maßnahmen mit Augenmaß.“ Mal sehen, wer da demnächst mit einem Pfeil im Deckel auf der Blase sitzt.