Unfallfahrt in der Grunerstraße - Trunkenheit beim Unfall kaum nachzuweisen
Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass Polizist Peter G. nicht schon während seiner tödlichen Unfallfahrt in der Grunerstraße betrunken war (seine Kollegen verzichteten auf einen Alko-Test, weil sie entweder nichts bemerkten oder nichts bemerken wollten), sondern sich die 1,1 Promille erst danach, z.B. im Rettungswagen auf dem Weg in die Charité, jedenfalls aber zwischen Crash und Blutentnahme im Krankenhaus schnell reingeschüttet hat? Die diversen Promillerechner kommen (bei aller natürlichen Unschärfe) zum gleichen Ergebnis: Sehr unwahrscheinlich. Wenn wir davon ausgehen, dass dem Beamten eine Stunde Zeit blieb, hätte er unbemerkt mehr als 10 Schnäpse (0,2 cl) oder vier Flaschen Bier à 0,5 Liter schlucken müssen. Aber weil es wegen mangelnden Interesses der Polizei keine Kontrollprobe gab, wird ihm Trunkenheit beim Unfall kaum nachzuweisen sein.