Kein Weg aus Köpenick - S-Bahn Wiedereröffnung scheitert

Was interessiert uns Amerika, wenn wir aus Köpenick nicht wegkommen, denkt sich vermutlich der eine oder andere, wenn er sich heute wieder mit Ersatzbussen in Richtung Innenstadt gondeln lassen muss, statt in der S-Bahn zu sitzen. Dabei war doch schon der Dienstag ein einziges Chaos. Züge zwischen dem Berliner Osten und der Friedrichstraße zeigten sich durchweg ausfallend. Die Wiederöffnung der Strecke nach viertägigen Bauarbeiten geriet zum Lacher – irgendwie funktionierte eine Software nicht. Wobei die Probleme der S-Bahn eigentlich zum Heulen sind. Denn im kommenden Jahr ist es genau zehn Jahre her, dass die Krise bei dem einst abgefahrenen Verkehrsunternehmen ihren ersten Höhepunkt erreichte. Nach massenhaften Stilllegungen von Waggons wegen schlechter Wartung stellte die S-Bahn für fast drei Wochen den Betrieb ein (Ähnlichkeiten sind rein zufällig). Einer der damals gefeuerten Chefs leitet heute übrigens das private Bahnunternehmen Transdev.