30 Jahre, 30 Tage
17. Oktober 1989, 23 Tage bis zum Mauerfall: Am Morgen stellt der Ministerratsvorsitzende Willi Stoph im Politbüro den Antrag, „den Genossen Honecker von seiner Funktion als Generalsekretär zu entbinden“. Der Sturz, geplant von einer Gruppe um Egon Krenz, Sekretär des Zentralkomitees, kommt für den DDR-Chef überraschend. Er werde ihm zufolge keine Probleme lösen, sondern allein zeigen, dass „wir erpressbar sind“, sagt Erich Honecker. Seiner eigenen Absetzung stimmt er trotzdem zu. Egon Krenz soll als neuer Generalsekretär vorgeschlagen werden. Und Honecker verlässt das Büro.