Schöne Neubauten in Berlin? Checkpoint-Leser kennen mehr hässliche
Am Freitag hatten wir hier das Wehklagen eines Twitterers zitiert, der in Berlin interessante oder gar schöne Neubauten vermisst – verbunden mit der Frage, ob Ihnen gute Beispiele einfallen. Werner R. nennt den Springer-Neubau „zumindest interessant“, Franziska B. lobt ein neues Wohnhaus in der Wutzkyallee: „Goldbronze und schwarzes Matt und all die famosen Aussparungen und Streben und das Gewürfelte“. Der Vorstand der Bauwert AG empfiehlt die Neubauten der Bauwert AG.
Ansonsten scheint Berlin insoweit stabil, als die Mehrheit der Schreiber ins Klagelied einstimmt, obwohl Lob gefragt war: „Nur langweilige Gebäude, oft an Spießigkeit nicht zu überbieten“, „Schuhkarton-Architektur“, „möchte nicht an das Museum denken, das neben der Neuen Nationalgalerie – vielleicht ein kleines Highlight in dieser architektonischen Wüste – gebaut werden soll“, heißt es beispielsweise. „Geistloses Stapeln von Betonplatten und das Vorhängen der immer gleichen Frontelemente verschandeln das Stadtbild; jedes Kind baut mit Klemmbausteinen schönere Häuser.“ Und sonst? „Sogar in Birmingham findet man schönere Neubauten.“ Auch sei Funktion – sozialverträgliche Mietpreise – wichtiger als Ästhetik. Und erst die Neubauriegel in der Seesener Straße nahe dem Ku’damm: „Prora“. Nur ohne Strand.