Touri in der eigenen Stadt: Mustafa’s Gemüse Kebap
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: In den Ferien hat Team Checkpoint 36 Berlin-Klassiker empfohlen, die von Touris geliebt und von Berlinern (oft zu Unrecht) gemieden werden. Zum Abschluss haben wir etwas getan, was für viele Einheimische undenkbar scheint: Wir haben uns bei Berlins bekanntester Dönerbude angestellt.
Spätestens nach einer Viertelstunde fragt man sich, ob das wirklich sein musste. Darf es wahr sein, dass seit gefühlt zehn Minuten dieselben drei Teenager vor der Theke stehen? Die Schlange vor „Mustafa’s Gemüse Kebap“ am Mehringdamm mag die Straßenseite gewechselt haben und sich nun vor einem festen Geschäft statt vor der legendären Imbissbude entrollen. Doch die Zeit friert in ihr immer noch ein. Kommt man an der Theke an, merkt man, warum: Die Männer haben ein freundliches Wort für jeden übrig, der Fragen hat oder sie filmen oder fotografieren will. Und das Ergebnis ist zu Recht weltberühmt, nach wie vor: toll gewürzt, perfekt getoastetes Brot, das frittierte Gemüse schmeckt herrlich nach geröstetem Knoblauch, alles andere knackig frisch. Das Anstehen lohnt sich immer noch – 20 Jahre nach Eröffnung.