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Checkpoint-Band auf dem Tempelhofer Feld Einige Sommerbäder bleiben länger geöffnet Hauptstadt heult wieder

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zum Ferienfinale erreicht uns ein letzter Urlaubsgruß von Leser Oliver Feißel. Aus Marokko, nahe Marrakesch, schreibt er: „Auch hier behalten wir mit dem Checkpoint stets den Überblick.“

Ein letzter Urlaubsgruß aus den Sommerferien 2025 von Checkpoint-Leser Oliver Feißel aus Marokko

Beach, Berge oder Balkonien – das war’s für dieses Jahr! Vielen Dank für die unzähligen und schönen Zusendungen! Es hat großen Spaß gemacht, mit Ihnen um die Welt zu reisen.

Resümee nach sechs Wochen Ferien: Das klassische Sommerloch ist auch in diesem Jahr in Berlin größtenteils ausgefallen. Wir hoffen, dass Sie zwischen Autobahnchaos, SPD-Kandidatensuche, S-Bahn-Krise und Kneipenlärm-Diskussionen genug Zeit zum Durchatmen und Krafttanken gefunden haben. Was Sie an diesem Wochenende abseits der IFA (inklusive verkaufsoffenem Sonntag) erleben können, lesen Sie mit einem Abo der Checkpoint-Vollversion wie gewohnt weiter unten.

Vorab ein Spezialtipp: Die Checkpoint-Band spielt heute im Luftschloss auf dem Tempelhofer Feld. Wochenlang wurde getextet, geklimpert und geprobt: Neben den unterhaltsamen Berlin-Klassikern (u. a. „Danke Kai“) hat die Band rund um Lorenz Maroldt und Anke Myrrhe vier musikalische Premieren im Gepäck. Es wird laut und lustig, interaktiv und ironisch – und manchmal auch zum Heulen schön. Und: Es gibt noch Resttickets an der Abendkasse.

Apropos: Berlins umstrittenste Freifläche hat mal wieder einen Architekten inspiriert. Christoph Langhof möchte nicht weniger als zwölf Wohntürme direkt am ehemaligen Flughafengebäude bauen, 60 bis 240 Meter hoch und mit 5000 Wohnungen. Es sei dezidiert keine Randbebauung: „Den Zankapfel fassen wir nicht an, die offene Fläche bleibt unangetastet“, sagt Langhof.

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Encore

Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: In den Ferien hat Team Checkpoint 36 Berlin-Klassiker empfohlen, die von Touris geliebt und von Berlinern (oft zu Unrecht) gemieden werden. Zum Abschluss haben wir etwas getan, was für viele Einheimische undenkbar scheint: Wir haben uns bei Berlins bekanntester Dönerbude angestellt.

Spätestens nach einer Viertelstunde fragt man sich, ob das wirklich sein musste. Darf es wahr sein, dass seit gefühlt zehn Minuten dieselben drei Teenager vor der Theke stehen? Die Schlange vor „Mustafa’s Gemüse Kebap“ am Mehringdamm mag die Straßenseite gewechselt haben und sich nun vor einem festen Geschäft statt vor der legendären Imbissbude entrollen. Doch die Zeit friert in ihr immer noch ein. Kommt man an der Theke an, merkt man, warum: Die Männer haben ein freundliches Wort für jeden übrig, der Fragen hat oder sie filmen oder fotografieren will. Und das Ergebnis ist zu Recht weltberühmt, nach wie vor: toll gewürzt, perfekt getoastetes Brot, das frittierte Gemüse schmeckt herrlich nach geröstetem Knoblauch, alles andere knackig frisch. Das Anstehen lohnt sich immer noch – 20 Jahre nach Eröffnung.

Gelohnt hat sich auch wie immer die Arbeit von Nora Weiler (Produktion) und Saskia Kabelitz (Wochenrätsel). Am Montag startet Lorenz Maroldt mit Ihnen in die neue Woche. Machen Sie sich ein schönes Wochenende und bis bald

Jessica Gummersbach