Berliner Hilfsbereitschaft – eine Aufholjagd
Ein „bemerkenswertes Erlebnis“ möchte CP-Leserin Gabriele Helbig mit der Stadt teilen:
„Ich bin alt und habe einen Stock. Sitze an der Haltestelle, der Bus soll in 5 Minuten kommen. Also eBook-Reader gezückt, eine Minute später fährt der 125er zügig am Wartehäuschen vorbei. Ich aufgesprungen und wedelnd hinterher. Ein Auto hielt, öffnete die Tür, der Fahrer rief: Den kriegen wir! Ich zu dem unbekannten Retter ins Auto. Er holte den Bus nach 4 Haltestellen ein, ich dankte und stieg in den Bus. Der Fahrer reagierte nicht auf meinen Vorwurf. Ich wollte nun weiterlesen, eBook-Reader im Auto des Helfers vergessen... Shit happens, dachte ich, wie soll der freundliche Mensch wissen, wer ich bin? Da sah ich ihn an der nächsten Haltestelle den Bus blockieren, sprang hinten raus, er redete vorn mit dem Fahrer, ich bedankte mich, umarmte den Helden und bedachte den Busfahrer wieder mit dem bösen Blick. Ich war begeistert, dass es so spontan hilfsbereite Menschen gibt. Dass es so stoffelige Busfahrer gibt, ist keine Nachricht...“
Und dann schiebt sie noch hinterher: „Ich hoffe, der wunderbare Helfer ist Leser des Checkpoints. Aber sind das nicht alle wunderbaren Menschen dieser Stadt?“