noch vier Tage bis Heiligabend. Die Schlangen an den Kaufhauskassen, Feinkostläden und Postfilialen der Stadt werden immer länger, bei einigen Berlinerinnen und Berlinern steigt angesichts der anstehenden Familienfeiern die Nervosität. Andere wiederum suchen noch nach einer Bleibe fürs Fest. So wie CP-Leser Matthias Schmidt. „Ich bin am Heiligen Abend alleine, möchte an diesem Tag/Abend aber nicht alleine sein“, schrieb er uns.
Am Telefon erzählt er mehr von sich: Er ist 52 Jahre alt und wohnt in Nordneukölln. Ein Berliner aus Oberfranken, seit 1990 in der Stadt. Schmidt ist alleinstehend, hat keine Kinder, momentan auch keine Arbeit. Sein Vater starb 2011, ein Jahr später seine Mutter, wiederum ein Jahr später die Patentante. Von da an feierte er Weihnachten im Christus-Treff in Alt-Treptow, doch dieses Jahr gibt es dort keine richtige Feier mehr. Matthias Schmidt fährt gerne Fahrrad, mag Spaziergänge und ist Schwimmer. Und er ist „pflegeleicht“, isst eigentlich alles. Er würde sich sehr über eine Einladung zu Weihnachten freuen. Wenn Sie noch einen Platz am Tisch frei haben und Lust, Schmidt kennenzulernen, schreiben Sie ihm doch eine Mail.
Und wenn es Ihnen ähnlich wie ihm geht, hier noch ein paar Tipps für ein Weihnachtsfest in Gemeinschaft:
1. Der AWO Kreisverband Südwest richtet am 24. Dezember von 14 bis 18 Uhr seinen alljährlichen „Heilig Abend für Einsame und Alleinstehende“ aus. In der Begegnungsstätte Osdorfer Straße 121 in Lichterfelde – und das schon seit 40 Jahren. „Bei Stollen und Kaffee/Tee, bunten Tellern und einem kleinen Abendessen wollen wir den Menschen ein paar schöne, gemeinsam Stunden bieten.“
2. Der Verein Freunde alter Menschen lädt Heiligabend zu Weihnachtsfeierlichkeiten in Reinickendorf, Mariendorf und Kreuzberg ein. Es gibt Kaffee und Kuchen, später Kartoffelsalat und Würstchen, dazwischen ein weihnachtliches Programm und kleine Überraschungen. Mehr Infos und Anmeldung hier.
3. Die Christophoruskirche in Friedrichshagen veranstaltet ein Weihnachtsessen. Los geht’s an Heiligabend um 19 Uhr. Es werden Weihnachtslieder gesungen und Worte zur Christnacht gehört, es wird geredet und gefeiert und gegen 21 Uhr endet der Abend mit einer Bescherung. Auf Wunsch gibt es auch einen Fahrdienst. Mehr Infos und Anmeldung (bis heute) hier.
4. Die Initiative „Keiner bleibt allein“ vermittelt Menschen, die nicht alleine feiern möchten, an Gastgeber. Wer an den Feiertagen mit anderen Menschen reden möchte, dabei aber lieber zu Hause bleibt, kann das Silbernetz-Telefon rund um die Uhr unter 0800 4 70 80 90 erreichen.
Noch 11 Tage bis… bumm, knall, peng! Weil auf Berlins Straßen an Silvester traditionell Ausnahmezustand herrscht, diskutiert die Stadt alle Jahre wieder über ein Böllerverbot. Heute entscheidet der Bundesrat über einen entsprechenden Antrag Berlins, genauer: über den „Entwurf einer Dritten Verordnung zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz“, TOP 8. Der Gesetzesentwurf aus dem Hause von Senatorin Elke Breitenbach sieht vor, dass Kommunen das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in eng bebauten Gegenden verbieten können. Bislang ist ein Verbot nur von Böllern mit „Knalleffekt“ möglich. Das Ziel, laut Senat: „Die Gefahren durch das Abbrennen von Pyrotechnik zu minimieren und gleichzeitig die Feinstaubbelastung der Luft zu senken, den Tierschutz zu fördern und Abfälle zu reduzieren.“
Das finden Bremen, Sachsen, Brandenburg und Thüringen nach CP-Informationen gut, unentschieden sind noch das Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz. Eine Mehrheit fürs Böllerverbot wird es voraussichtlich also nicht geben. Dann könnte es sein, dass Berlin den Punkt im kommenden Jahr wieder auf die Tagesordnung setzt. Die Hoffnung: Nach Silvester stehen die Regierungen weniger unter Druck.
Es kommentiert Benjamin Jendro, Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei (CP vom 14.12.): „Ein Böllerverbot für die ganze Stadt zu fordern ist anmaßend, weil es nie im Leben kontrollierbar wäre.“
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Jahresende, Zeit für Bilanzen. Auch das Ordnungsamt Friedrichshain-Kreuzberg blickt auf ein bewegtes Jahr zurück. In Zahlen:
1. Von Januar bis Ende November hat das Ordnungsamt die Umsetzung von 2157 Autos veranlasst (Oktober-Zahlen liegen noch nicht vor).
2. An 17 Grundschulen wurden an 91 Tagen 1225 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt (allein vor der Aziz-Nesin-/Carl-v.-Ossietzky-Schule 401) und 25 Autos abgeschleppt.
3. Im Portal Ordnungsamt-Online gingen für Friedrichshain-Kreuzberg 20.305 Meldungen ein (Rang 5 unter den Bezirken).
4. Bei Radfahrkontrollen wurden 598 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt.
5. In Friedrichshainer Grünanlagen wurden 369 Verstöße gegen die Leinenpflicht und 88 Vorgänge zu unerlaubtem Grillen zur Anzeige gebracht, in Kreuzberg 260 Verstöße gegen die Leinenpflicht und 26 gegen das Grillverbot.
6. „Waste Watcher“ stellten in 1101 Fällen illegalen Müll fest, was zu 132 Bußgeldverfahren führte.
7. Per Fahrradstreife wurden 1094 Verkehrsordnungswidrigkeiten und 77 nicht verkehrsrechtliche Ordnungswidrigkeiten festgestellt und 37 Umsetzungen veranlasst.
8. Mehr als 200 Bußgeldverfahren gegen Hütchenspieler wurden rechtskräftig abgeschlossen, teilweise mit über 1000 Euro Bußgeld im Einzelfall. 20 Erzwingungshaftanordnungen hat es in diesem Zusammenhang gegeben (in Berlin sind 154 Hütchenspieler aktiv).
CP-Fazit: Berlin bleibt unordentlich. Und manchmal leider unsolidarisch. Dass die Stadt auch anders kann, lesen Sie unten im Encore.
Solidarität wünschen sich auch die Bewohner von Deutschlands größtem Obdachlosencamp in der Rummelsburger Bucht. Ein Kältehilfeprogramm vor Ort gibt es in diesem Winter nicht. Senat und Bezirk bieten den Wohnungslosen an, in eine Notunterkunft an der Köpenicker Allee zu ziehen. Warum etwa die Hälfte der rund 140 Menschen das voraussichtlich nicht annehmen will, ist von außen oft nur schwer zu verstehen. Mein Kollege Robert Klages hat gestern mit zwei Bewohnern gesprochen, sie nennen sich Kleckx und Hippie.
„Da stellen sie dein Leben auf dem Kopf“, sagt Hippie.
„Ne, vorher verlasse ich das Land oder bau mir eine Hütte im Wald“, sagt Kleckx. Er bezieht keine staatlichen Leistungen und erwartet keine Hilfen. „Ich finde mein Leben ganz nett.“
„Wir wollen ja so leben“, sagt Hippie. „Wenn hier einer wirklich von der Straße will, würde er das auch machen, es gibt ja Angebote genug.“
„Mit dem neuen Angebot erreicht die Stadt die Räumung“, sagt Kleckx. „Wir sollen so weit weg wie möglich.“
„Eine Brache mit Toilette und Wasser, mehr brauchen wir nicht. Dann gehen wir dort hin“, sagt Kleckx. Angst vor dem Kältetod hat er nicht: „Kältetote sind Einzelgänger. Hier an der Bucht passen wir aufeinander auf.“
Grünstreifen versus Parkplätze: Der Streit um den Mittelstreifen der Karl-Marx-Allee geht in die Verlängerung, für Januar ist eine Bürgerinfoveranstaltung geplant (CP vom Dienstag). Im Mitte-Newsletter (Anmeldung hier) habe ich eine kleine Umfrage gestartet. Das Ergebnis (nicht repräsentativ): 10 zu 4 fürs Grün.
Mitte-Leserin Bernadette Steffens meint: „Sicherlich gibt es Parkplätze in den Seitenstraßen der Karl-Marx-Allee, sicherlich auch ausreichend für die Anwohner, dennoch gilt es zu würdigen, dass sich in der Karl-Marx-Allee das Rathaus Mitte befindet. Es muss den Besuchern möglich sein, auch mit ihrem eigenen PKW das Rathaus zu besuchen.“
Christine Pradel dagegen findet: „Die Bürgermeinung wird vor allem dann angeführt, wenn sie im Sinne der (noch großenteils autogerecht planenden) Verwaltung ausfällt. Gerade in der letzten Zeit unter dem Eindruck immer neuer und besorgniserregender Fakten zur Erderwärmung – so ist mein Eindruck – hat sich der Wille sehr vieler Bürger*innen pro Verkehrswende gewandelt. Sie sind darin fortschrittlicher als viele unserer Politiker und Verwaltungshandelnde. Wem nutzt ein Weltkulturerbe? Den Besitzer*innen der Immobilien? Den Leuten, die vom Tourismus leben?“
Um der Gentrifizierung in Berlin zu trotzen, gilt seit 2015 in Milieuschutzgebieten ein Umwandungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen. Umgewandelt wird trotzdem weiter fleißig, auch in Milieuschutzgebieten. Das zeigen neue Zahlen: Stadtweit sind 2018 rund 12.800 Mietwohnungen zu Eigentumswohnungen geworden. Der Trend ist allerdings positiv: Es waren nämlich 3500 weniger als im Jahr davor. In Gebieten, die unter Milieuschutz stehen, sind 5200 Wohnungen umgewandelt worden (2017 noch 7700). Die Krux liegt hier – wie so oft – in diversen Ausnahmetatbeständen, die gerne genutzt werden.
Wie wirkungslos Milieuschutz sein kann, hat mein Kollege Christian Hönicke kürzlich in seinem Pankow-Newsletter (Anmeldung hier) beschrieben. In der Schönhauser Allee 69 und in der Buchholzer Straße 5A in Prenzlauer Berg flatterten Umwandlungsbescheide in die Briefkästen der schockierten Anwohner. Beide Häuser gehören zum gleichen Investorengeflecht mit Hauptsitz auf Zypern – und sollen modernisiert und zu hochwertige Eigentumswohnungen werden. Baustadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) zeigt sich machtlos und verweist auf § 172 BauGB: Wenn der Eigentümer zusagt, die neuen Eigentumswohnungen innerhalb der ersten sieben Jahre nicht zu verkaufen, wird die Umwandlung auch im Milieuschutzgebiet erlaubt.
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Der Jahreswechsel geht häufig mit den guten Vorsätzen für das kommende Jahr einher. Mit dem heutigen Gewinn können Sie einem Ziel vielleicht etwas näherkommen. Beantworten Sie die heutige Frage und gewinnen Sie zwei Jahres-Mitgliedschaften für das All Star Gym. Auf die Plätze, fertig los – hier geht’s zur Gewinnspielfrage.
Eine gute Nachricht kam gestern aus dem Verwaltungsgericht: Auch bei sogenannten Share Deals haben die Bezirke Anspruch auf Unterlagen, um ein Vorkaufsrecht zu prüfen. Im konkreten Fall (Az.: VG 19 L 566.19) geht es um zwei Immobilien in Neukölln, bei denen formal nicht die Grundstücke den Besitzer wechseln, sondern Anteile an zwei Grundstücksgesellschaften. Ein klassischer Share Deal, aus dem sich normalerweise kein Vorkaufsrecht ergibt. Allerdings, so entschied das Gericht im Eilverfahren, darf der Bezirk die Umstände der Transaktion untersuchen. Falls nämlich ein sogenanntes Umgehungsgeschäft vorliegt, könnte er sein Vorkaufsrecht ausüben. Noch besser wäre: Share Deals ganz verbieten.
Die AfD wollte ihn nicht, die Berliner CDU hat ihn jetzt aufgenommen: den Berliner Rechtsanwalt Markus Roscher-Meinel (Q: t-online). Er war jahrelang für die AfD aktiv, gehörte auch dem „Herkules Kreis“ an, einem informellen Zusammenschluss von Björn Höcke und weiteren Vertretern des Flügels. Seinen Mitgliedsantrag lehnte der AfD-Bundesvorstand dieses Jahr allerdings ab. Roscher-Meinel gilt als vernetzt mit der „Neuen Rechten“. Nach dem Anschlag von Halle trat er in einem Video gemeinsam mit dem Identitären Martin Sellner und dem wegen Volksverhetzung verurteilten Islamhasser Michael Stürzenberger auf. Für den Kreisvorstand Berlin-Mitte offenbar kein Grund, seinem Beitrittsgesuch zu wiedersprechen. Carsten Spallek, Pressesprecher der CDU Mitte und Schulstadtrat im Bezirk, sagte gegenüber „t-online.de“ am Abend: Der Partei seien „keine Umstände bekannt gewesen und/oder angezeigt worden, die einer Mitgliedschaft entgegenstehen“.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Das Präsidium der Freien Universität hat den Klimanotstand ausgerufen. Die Hochschule will bereits 2025 klimaneutral sein. „Unsere Aufgabe ist es nicht nur, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und in die Gesellschaft hinein zu vermitteln, wir selbst müssen in unserem Verantwortungsbereich auch vorbildlich handeln“, sagt FU-Präsident Günter Ziegler. Bei allen künftigen Entscheidungen würden die Auswirkungen auf das Klima mitberücksichtigt. Außerdem solle Klimaschutz stärker in den Lehrplänen verankert und ein neues Gremium mit der Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes beauftragt werden. Hallo, Senat!
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Flugscham? Nix da! Die Berliner Flughäfen haben einen neuen Passagierrekord. 35-millionster Fluggast in 2019 war Sebastian Jurth, der gestern den Aeroflot-Flug SU 2569 von Schönefeld nach Moskau nahm. In der Hoffnung, dass die Flughafengesellschaft sich mit Datenschutz auskennt, können wir Ihnen hier noch mitteilen, dass er nicht auf dem Boden sitzen musste, sondern ein Business-Class-Upgrade erhielt. Über freundliche Betreuung am Sitzplatz ist nichts überliefert.
„Es ist uns keine Ehre“, sagten die Ehrenamtler von „Moabit hilft“ gestern Abend in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte. Sie hätten lange mit sich gerungen, ob sie den Integrationspreis des Bezirks annehmen sollen. Schließlich entschieden sie sich dafür, um Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel und das gesamte Bezirksamt auf offener Bühne zu kritisieren. „Auch wir sind mit den Konsequenzen der obdachlosenfeindlichen und oft menschenverachtenden Politik des Bezirks Mitte konfrontiert“, sagte die Vereinsvorsitzende Diana Henniges. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro will „Moabit hilft“ an die Berliner Obdachlosenhilfe weitergeben, die im November aus Protest gegen die Obdachlosen-Politik von Dassels auf den Ehrenamtspreis verzichtet hatte.
Um sie war es in den vergangenen Wochen fast schon verdächtig ruhig geworden. Doch jetzt holt das Jahr 2019 Sandra Scheeres wieder ein: Die Kollegen vom Stadtmagazin „Tip“ küren die Schulsenatorin zur peinlichsten Berlinerin des Jahres – stellvertretend für die Berliner Bildungsmisere. Die Begründung: Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die SPD in Berlin für die Bildung zuständig – die acht Jahre unter Scheeres reihten sich da nahtlos ein. Die Bilanz: „Vollfrust“. Auf Platz zwei folgt Fler, der „Rapper, Rüpel, Hausbesucher“. Platz drei nehmen „Silkeundholger“ ein, die neuen Verleger der „Berliner Zeitung“. Die „Tip“-Ausgabe mit den „100 peinlichsten Berlin*innen“ erscheint am Samstag.
Weil der zuständige Bezirksstadtrat sich nicht rechtzeitig gekümmert hat, steht das Spandauer Bürgeramt in der Wasserstadt, Hugo-Cassirer-Str. 48, am 1. Januar voraussichtlich ohne gültigen Mietvertrag da. Dem AfD-Politiker Andreas Otti soll der Vertrag mit der Berlinovo nach CP-Informationen bereits im Frühjahr vorgelegen haben, erst im September soll er ihn dann rechtlich geprüft haben. Nun fehlt noch die Mitzeichnung durch die Senatsfinanzverwaltung, die vom Bezirksamt bisher nicht über den Fall informiert worden war. Das Bezirksamt selbst hatte Otti erst am Dienstag in Kenntnis gesetzt. Der Stadtrat sagte auf CP-Nachfrage, einer Weitervermietung stünde dennoch nichts im Wege, die Berlinovo teilte mit, notfalls könne man den Vertrag auch rückwirkend zum 01.01.2020 schließen. Professionell ist anders.
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Der Bundestag hat am Donnerstag für ein Verbot der Hisbollah in Deutschland gestimmt. AfD, Linke und Grüne enthielten sich. Eine Linken-Abgeordnete allerdings wich von der Fraktionslinie ab und votierte für das Verbot der libanesischen Islamisten-Miliz: die Berlinerin Evrim Sommer. Warum, hat mein Kollege Hannes Heine hier aufgeschrieben.
Neues aus der Digitalhauptstadt des Universums: Mitarbeiter der Berliner Verwaltung werden nicht systematisch zu IT-Sicherheit geschult. Das musste Staatssekretärin Sabine Smentek (Titelträgerin „IT-Woman of the year“) jetzt in der Antwort auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Bernd Schlömer zugeben („Eine landesweite quantitative Erfassung der Umsetzung im Detail erfolgt nicht.“). Dabei schreibt das seit 2016 geltende E-Government-Gesetz zur Digitalisierung der Verwaltung eine Sensibilisierung von Verwaltungsmitarbeitern vor. Vor diesem Hintergrund verwundern erfolgreiche Hackerangriffe wie auf das Berliner Kammergericht immer weniger. Dort herrscht übrigens immer noch Kreidezeit.
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Mit Straßenschildern hat es Berlin normalerweise nicht so. Sogar olle Diesel dürfen länger die Stadtluft verpesten, weil Verbotsschilder fehlen. In Neukölln ist man jetzt allerdings der Zeit voraus: Am Herrfurthplatz wurden bereits Schilder fürs Lastenrad-Parken aufgestellt – obwohl die entsprechende Novelle der StVO erst im Februar durch den Bundesrat gehen könnte.
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Neubauquartier in Pankow: Im Landschaftsschutzgebiet Blankenfelde soll Wohnraum geschaffen werden für die, die oft schon da leben, wo wir erst bauen wollen: Zauneidechsen. Die müssen dann von den Brachflächen des ehemaligen Rangierbahnhofs Schöneweide in die Zingergrabenniederung in Blankenfelde umziehen. Verdrängung 3.0.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Es scheint so ein neues Gesetz zu geben, dass Mitdreißiger in Neukölln nur noch mit Baby vorm Bauch oder mit Kinderwagen rumlaufen dürfen.“
Gehört im Café Espera auf der Sonnenallee.
Tweet des Tages
Wenn du im Dezember deine Sommerjacke aus dem Schrank holst, weißt du: Bald ist Weihnachten.
Stadtleben
Essen – Bei „China-Restaurant“ denken viele erstmal an Ente. Im Tianfuzius in der Regensburger Straße 1 in Schöneberg fährt die Familie Wen Wang einen radikalen Ansatz – und verzichtet darauf. Mehr noch: Bis auf Wan Tans und die Frühlingsrollen sind alle Gerichte auf der Speisekarte des chinesischen Restaurants vegan. Außerdem kommen in dem hellen und einladenden Laden keine Geschmacksverstärker oder Glutamat in die Gerichte: Das vegane Huhn oder die gebratenen grünen Bohnen mit eingelegtem Gemüse werden mit derselben Sorgfalt zubereitet, die die Kunden von der Eigentümerfamilie aus dem Tian Fu in der Uhlandstraße kennen. Mo-Fr 12-15.30 Uhr & 17.30-23 Uhr, Sa-So 12-23 Uhr, auch zwischen den Jahren geöffnet, am 24. Dez geschlossen, 25. & 26. Dez 12-23 Uhr, U-Bhf Viktoria-Luise-Platz
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Berlin, aber digital
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Trinken in Prenzlauer Berg: Es geht auch rustikal zu im Kiez rund um die Eberswalder Straße. Zum Schusterjungen kehrt man ein, wenn man auf Hipster-Chic und sonstiges Chichi verzichten kann. Die Einrichtung in der Danziger Straße 9 ist sparsam, die Garnituren aus dunklem Holz und die Tische ordentlich weiß gedeckt. Serviert werden Berliner Klassiker (Eisbein & Co.), natürlich auf Berliner Mundart. Aber auch wer einfach ein ordentliches Pils – oder zwei – trinken möchte, ist hier willkommen. Tägl. 12-24 Uhr
Berlinbesuch überreden, mindestens bis Sonntag zu bleiben: Dann kann er nämlich noch mit der U5 fahren. Natürlich nicht mit der regulären Bahn, sondern mit der historischen. Das U-Bahn-Museum lädt am Sonntag nämlich alle Interessierten ein, mit der U5 zwischen Frankfurter Allee und Biesdorf-Süd mitzufahren, wie Leute-Autor Ingo Salmen berichtet. Die Linie pendelt zwischen 10.19 Uhr (Start: Frankfurter Allee) und 15.56 Uhr (mal sehen, wie pünktlich der irreguläre Betrieb ist) hin und her. Zur Mitfahrt reicht ein gültiges AB-Ticket oder eine Monatskarte. Den kompletten Fahrplan gibt’s hier.
Last-Minute-Geschenk I – Für diejenigen Freunde und Verwandte, die schon seit Wochen das winterinduzierte Fernweh plagt: Der Hauch Italien-Urlaub steht in Form des „Espresso No. 3. Napoli – vero italiano“ im Regal des Berliner Kaffeekontors in der Stargarder Straße 4 nahe dem S/U-Bhf Schönhauser Allee. Und auch die Dolce Vita ist in der Rösterei in Prenzlauer Berg käuflich: Kunden haben dort die Wahl zwischen 60 Sorten feinster Schokolade, etwa der handgeschöpften Schokolade „Dolci Pensieri“ aus der italienischen Region Kalabrien. Wer bei dem ganzen Angebot erst mal einen Überblick braucht: Die Inhaberfamilie Heinze bietet auch Kaffeeverkostungen an, die sich ebenso gut als Geschenk eignen.
Last-Minute-Geschenk II – Wer sich vor Weihnachtsstress dieser Tage kaum retten kann und wen die Erwartungen an das perfekte Weihnachtsfest mehr überfordern als erfreuen, für den hat Checkpoint-Kollege Thomas Wochnik aus dem Urlaub einen banalen, wie genialen Tipp: Einfach mal nichts schenken. Er berichtet, wie das Schenken in seinem Freundeskreis einfach so, ohne Absprache, mit einem Mal aufhörte. „Und mit ihm alle Erwartung an ein perfektes Weihnachten. Und genau das war das größte Geschenk, das wir einander machen konnten.“
Last-Minute-Tickets für Magdalena Bienerts Premieren-Lesung bekommen Sie an der Abendkasse des Kulturhotels Myer’s in der Metzer Straße 26 (U-Bhf Senefelderplatz) in Prenzlauer Berg: In ihrem humorvollen Roman „Ein Mann für Mama“ (Knaur HC, 16,99 Euro) erzählt die Autorin, wie sie sich zusammen mit ihrer 70-jährigen Mutter Monika auf Männersuche begeben hat – sie konnte sich nicht vorstellen, dass das Alter ihrer Mutter ein Hindernis bei der Partnersuche sein könnte. Also ging’s los: Die beiden hielten in Tanz-Cafés Ausschau nach potentiellen Partnern, Monika ging auf Blinddates und tauchte sogar in die Welt des Online-Datings ein. Klingt, als könnte die Lesung (ab 19 Uhr) ein lustiger, vorweihnachtlicher Mutter-Tochter-Abend werden. Der Eintritt kostet 8 Euro.
Last-Minute-Verlosung für Wagners Nibelungenring mal anders: Im radialsystem (Holzmarktstraße 33, S-Bhf Ostbahnhof) bietet die junge Regisseurin Anna Peschke heute Abend um 20 Uhr in Kooperation mit der China National Peking Opera Company interkulturelles Musiktheater in Dialogform. Die Idee: Den alten, archaischen Nibelungen-Mythos modern interpretieren und mit Metaphern und Musik experimentieren. Für die Uraufführung heute Abend verlosen wir 2 Freikarten.
Karten sichern für die Zusatztermine für René Polleschs Theaterstück „Glauben an die Möglichkeit der völligen Erneuerung der Welt" im Friedrichstadtpalast am 2. und 9. Februar. Die Vorstellung am 23. Oktober war wegen Krankheit ausgefallen – für die zusätzlichen Vorstellungen gibt es nur noch wenige Karten (ab 12 Euro).
Noch hingehen ins Neue Museum, wo bis zum 26. Januar die Jubiläumsausstellung „Perspektivenwechsel“ gezeigt wird. Im Griechischen Hof animiert eine Installation dazu, die Ausstellung mit Hilfe von „Schatzkarten“ selbst zu erkunden. Außerdem thematisiert sie den subjektiven Charakter von Museumsausstellungen und setzt sich kritisch mit der Konstruktion von Wahrheit darin auseinander. Tägl. 10-18 Uhr, außer Do 10-20 Uhr
Das ganze Stadtleben lesen Sie mit Checkpoint-Abo.
Mit diesem Stadtleben wünscht Maria Kotsev Ihnen erholsame Tage. Bis zum neuen Jahr!
Ein Türchen Berlin
Noch 4 Tage bis Weihnachten und ab Montag hockt auch der Nachwuchs erwartungsvoll in der Bude. Hoffentlich haben Sie Urlaub und da Panikkäufe eh nichts bringen, locken Sie die Kinder doch besser in den Wintergarten, wo noch bis zum 19. Januar Zimt-und-Zauber das Bühnengeschehen beherrscht. Dieses Mal präsentieren über 30 Nachwuchsartisten des Berliner Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi aus Marzahn die Abenteuer des Pinocchio, der in der Potsdamer Straße 96 sogar auf Aschenputtel, Rapunzel und Schneewittchen trifft. Für die Vorstellung am 23. Dezember um 11 Uhr haben wir vier Plätze für Checkpoint-LeserInnen organisiert. Bei Interesse bitte bis 12 Uhr melden unter checkpoint@tagesspiegel.de.
Bild: Naomi Fearn
Berlin heute
Verkehr – A10 (Östlicher Berliner Ring): Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h auf der Mühlenfließbrücke zwischen Erkner und Rüdersdorf wird aufgehoben und auf die „für die dortige Baustelle üblichen“ 60 km/h angehoben.
A114 (Pankow-Zubringer): Die Vollsperrungen der AS Schönerlinder Straße A114 und der Schönerlinder Straße (B109) in Höhe der A114 werden für den Feiertagsverkehr freigegeben. Ab dem 8. Januar sind die Straßen dort wieder dicht.
Columbiadamm (Tempelhof / Kreuzberg): Wegen Sidos Weihnachtsshow in der Columbiahalle und des „Metfests“ im Columbiatheater kann es zwischen Platz der Luftbrücke und Golßener Straße ab ca. 18 Uhr zu Staus kommen.
Warschauer Straße (Friedrichshain): Erhöhtes Verkehrsaufkommen wegen des Eishockeyspiels zwischen dern Eisbären Berlin und den Adlern Mannheim.
S-Bahn-Verkehr: Auf der S2 zwischen Lichtenrade und Marienfelde fahren in der Zeit von 22 bis 1.30 Uhr Ersatzbusse, sowie zeitgleich auf der S5 zwischen Mahlsdorf und Friedrichsfelde Ost.
Demonstration – In der Motardstraße in Spandau fordert der Bund gegen Missbrauch der Tiere die „Abschaffung der Wildtierhaltung im Zirkus“ mit rund 100 Teilnehmenden (16-17.30 Uhr). Am Pariser Platz demonstrieren von 16-18 Uhr etwa 50 Personen für die „Freiheit für die inhaftierte Co-Vorsitzende Figen Yüksekdag und aller Abgeordneten in der Türkei“. Am Samstag möchte der Animal United e.V. von 11-14.15 Uhr mit rund 40 Menschen an der Möckernbrücke vor dem Zirkus Roncalli selbigem „für einen Zirkus ohne Tiere“ danken. Von 11-17 Uhr laufen rund 150 Aktivisten „gegen Diskriminierung der Muslime in Indien“ vom Pariser Platz zur Tiergartenstraße. Das Bündnis Neukölln zieht mit 200 Personen von 14-16 Uhr vom Hermannplatz zum Rathaus Neukölln, die Botschaft: „Kein Platz für Nazis“. Die drei Vereine Fuß e.V., der VCD Nordost und Changing Cities stehen mit 100 Teilnehmenden von 15.30-17 Uhr vor dem Roten Rathaus und stellen die Gleichung auf: „Vier Verkehrstote innerhalb von 10 Tagen = Protest“. Am Sonntag demonstrieren 1000 Personen „für die Opfer im Erziehungslager in China“ und laufen dafür von 13-16 Uhr vom Bebelplatz zur chinesischen Botschaft an der Jannowitzbrücke.
Gericht – Der Prozess gegen den Youtuber „Yo Oli“ (25), der drei minderjährige Mädchen sexuell missbraucht haben soll, geht weiter. Er soll die Teenager jeweils unter dem Vorwand, mit ihnen ein Video für einen seiner Social-Media-Kanäle zu drehen, in eine Falle gelockt haben (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 217).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Sebastian Horndasch (39), Hochschulforum Digitalisierung, „Lieber Seb, von Deinen Schwiegereltern aus Kölle alles Liebe zum Geburtstag. Maach et joot!“ / Hans-Jürgen Lahl, Krankenhaus-Apotheker i. R. / Helmut Möller (71), „Berliner Mieterverein Bezirksleiter Reinickendorf“ / Aito Garcia Reneses (73), Trainer bei Alba / „80 er und 70 sie - Irmi und Otto Schadach alles Gute zur Feier des gemeinsamen 150. Geburtstags am 20. Dezember!“ / Heike Volkmann (53), „herzlichen Glückwunsch“ / „Zum 54. herzlichen Glückwunsch unserem Bernd – von Marion Pohl“ / Sonnabend – Hella Dunger-Löper (68), ehem. Staatssekretärin für Stadtentwicklung (2004-11) / Ottokar Hahn (60), „Klangschalen-Händler im Europacenter“ / Felix Huby (81), Schriftsteller und Fernsehautor / Thomas Hürlimann (69), Schriftsteller und Dramatiker / Philippe A. Kayser (60), Komponist und Musiker / Georg Kössler (35), für die Grünen im AGH / Reinhard Mey (77), Liedermacher und Chansonsänger / Cem Özdemir (54), für die Grünen im BT / „Lieber Orje, auch im neuen Jahr viel Freude, Gesundheit und mancher gemeinsame GT. Dein alter Ostlandfahrer“ / Sonntag – Marijam Agischewa (61), Schauspielerin / Volker Gebert (75) / Daniela Kluckert (39), für die FDP im BT / Christian Liebig (65), Bassist und Rockmusiker / Wolfgang Lüdtke (70), „Schulleiter der Neuköllner Kepler-Schule von 1984-2015. Das ehemalige Kollegium gratuliert seinem Jubilaren herzlichst!“ / „Allen kleinen und großen Taschenkrebsen ein wundervolles neues Jahr!“ / 23. Dez: „Marie-Luise Klein wird heute 60 – freue mich über unsere große Reise! D.“ / 24. Dez: Frank Keuper, „Chef des hectas Teams in Berlin“ / Dr. Götz Naleppa (76), „Regisseur, Dramaturg und Klangkünstler“ / Christine Weber (69), „Herzlichste Glückwünsche zum Geburtstag und viel Spaß mit dem neuen Saugroboter wünschen die Dini und der Norbi!“ / 25. Dez: „Claudia Kuckelberg, ein runder Geburtstag (40), der mit Familie gefeiert wird und einen Wunsch wahr werden lässt! Herzlichen Glückwunsch von der Tante aus Hamburg.“ / Anna Schors (30), „Mezzosopranistin. Mit den besten Wünschen von deiner Familie und Deinen Bewunderern!“ / 27. Dez: Britta Dulias, „Alles Liebe zum Geburtstag dem verspäteten Weihnachtsengel von Jan und Uwe“ / Clara Kempchen (32), „Die liebsten Grüße von Miss V.“ / 31. Dez: Michael Schroeren (70), „Er war fast 20 Jahre Kommunikationschef im Bundesumweltministerium und diente den Bundesministern Jürgen Trittin, Sigmar Gabriel und Barbara Hendriks als Pressesprecher. Wir gratulieren!“ / Stefan Werner (76), „Für einen ganz besonderen Menschen die herzlichsten Glückwünsche. Danke für die wunderschöne Zeit die du mir schenkst. In Liebe, Deine Helga“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Peter Gossels, * 1930, „Eine liebende Mutter setzt ihre kleinen Söhne in den Zug. Sie bleibt zurück, kann nur noch Briefe schicken. Die Geschichte einer dramatischen Rettung“, ein Nachruf von David Ensikat / Claudia Sanitvongs, * 1943 / Jutta Wehrmann, * 26. April 1934
Stolperstein – Fritz Pfeffer (Jhg. 1889) lebte in der Lietzenburger Straße 20b in Schöneberg, bis er – vermutlich im Jahr 1938 – zusammen mit seiner nichtjüdischen Lebensgefährtin Charlotte Kaletta in die Niederlande floh. Auch dort konnten die beiden nicht heiraten und planten die Flucht nach Südamerika. Sie misslang jedoch. Am 16. November 1942 tauchte er unter und wurde im selben Haus versteckt, in dem auch Anne Frank und deren Familie unterkam. Als das Versteck aufflog, wurde er am 4. August 1944 verhaftet und über das Konzentrationslager Westerbork nach Auschwitz, und dann nach Neuengamme deportiert. Dort wurde er heute vor 75 Jahren von den Nazis ermordet.
Encore
Ein „bemerkenswertes Erlebnis“ möchte CP-Leserin Gabriele Helbig mit der Stadt teilen:
„Ich bin alt und habe einen Stock. Sitze an der Haltestelle, der Bus soll in 5 Minuten kommen. Also eBook-Reader gezückt, eine Minute später fährt der 125er zügig am Wartehäuschen vorbei. Ich aufgesprungen und wedelnd hinterher. Ein Auto hielt, öffnete die Tür, der Fahrer rief: Den kriegen wir! Ich zu dem unbekannten Retter ins Auto. Er holte den Bus nach 4 Haltestellen ein, ich dankte und stieg in den Bus. Der Fahrer reagierte nicht auf meinen Vorwurf. Ich wollte nun weiterlesen, eBook-Reader im Auto des Helfers vergessen... Shit happens, dachte ich, wie soll der freundliche Mensch wissen, wer ich bin? Da sah ich ihn an der nächsten Haltestelle den Bus blockieren, sprang hinten raus, er redete vorn mit dem Fahrer, ich bedankte mich, umarmte den Helden und bedachte den Busfahrer wieder mit dem bösen Blick. Ich war begeistert, dass es so spontan hilfsbereite Menschen gibt. Dass es so stoffelige Busfahrer gibt, ist keine Nachricht...“
Und dann schiebt sie noch hinterher: „Ich hoffe, der wunderbare Helfer ist Leser des Checkpoints. Aber sind das nicht alle wunderbaren Menschen dieser Stadt?“
Das Kompliment gebe ich an dieser Stelle weiter. Morgen hilft Ihnen hier Lorenz Maroldt wieder in den Tag – zum letzten Mal in diesem Jahr. Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch! Bis 2020,

