Kühle Wälder gegen heiße Tage
Heiß, heißer, Berlin! Am Wochenende soll es bis zu 35 Grad warm werden. Wie Sie damit zurechtkommen? Das erklärt Physiologe Hanns-Christian Gunga für alle Abonnenten der Checkpoint-Vollversion. Stichwort: Nachtluft nutzen (kennen wir beim Checkpoint gut). Und wie geht’s anderen Lebewesen bei der Hitze? Das haben wir Berlintiererklärer Derk Ehlert gefragt:
Herr Ehlert, wie vertragen eigentlich Berlins Tiere die Sommerhitze?
Ganz unterschiedlich! Fische und Amphibien haben Probleme, wenn Gewässer austrocknen. Indirekt betroffen sind Arten, die feuchte Böden brauchen, um nach Nahrung zu suchen – wie Igel, die Schnecken und Regenwürmer fressen. Wärmeliebende Arten profitieren: die Blaue Holzbiene zum Beispiel kommt ursprünglich aus Südeuropa und dürfte sich sehr wohl fühlen, ebenso wie die Gottesanbieterin.
Kann ich selbst etwas tun, wenn ich ein Wildtier in Not sehe?
Es gilt: nicht immer eingreifen. Hilflos scheinende, junge Wildtiere haben meistens noch Elterntiere, die aber nicht immer direkt in der Nähe sind. Eingreifen sollte man nur bei Verletzungen. In der Stadt kann es sein, dass Jungvögel aus Nistkästen springen, weil es darin zu heiß wird. Dann ist Hilfe nötig, und man sollte nach der nächsten Auffangstation suchen.
Was anderes: Wo zieht es den Wildtierexperten bei 35 Grad und Sonne hin?
Mich ziehts raus, aber nicht an die Hotspots. Lenzen im nordwestlichen Brandenburg kann ich empfehlen, auch Stechlin und Umgebung. Ich bevorzuge waldreiche Gebiete – da ist die Temperatur erträglich. Wer Berlin nicht verlassen will, hat mit dem Tegeler Forst oder dem Grunewald schöne Möglichkeiten.
Mein Frische-Tipp: Packen Sie ‘nen Keks unter ihren Sonnenschirm. Das gibt: ein schattiges Plätzchen.