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Was Berlin wach hält – oder auch nicht: Sperrstunde ab 22 Uhr verärgert Gastronomen in Mitte
Um Plätze im Freien anzubieten, habe sie monatelang um die Genehmigung gekämpft, sagt eine Barbetreiberin – und kritisiert das Bezirksamt. Von Anke Myrrhe und Matthieu Praun
In einem Bescheid an Gaststättenbetreiber in Mitte wurde jetzt „der Beginn der Sperrzeit für den zur Schankwirtschaft gehörigen Schankvorgarten im Bereich der Tucholskystraße auf 22 Uhr vorverlegt“. (Symbolbild) Foto: Annette Riedl/dpa
Ungewollte Amtshilfe leisteten Unbekannte gestern Abend im Youtube-Chat der BVV Friedrichshain-Kreuzberg, wo es mehr gab, als nur heiße Themen. Vielleicht aber auch nur ein Trick, um die Leute wach zu halten.
Schlafen legen kann sich jetzt Esther Wolf, Betreiberin der Bar an der Ecke Auguststraße/Tucholskystraße (CP von gestern), früher als erwartet. „Wir haben vier Monate gekämpft, investiert“, für eine Ausnahmegenehmigung der Außenterasse, „und dann kommt am nächsten Tag dieses lustige Schreiben vom Bezirksamt Mitte, dass wir das Ganze jetzt nur noch bis 22 Uhr machen dürfen“, sagt Wolf. „Das hätte er uns aber auch vorher sagen können. Mitte wird so dicht gemacht, das sieht schon bald aus wie Castrop-Rauxel.“ Bonn oder Castrop-Rauxel … ach, lassen wir das.