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So malt sich Matthias Kollatz die Zukunft Berlins aus
Der Finanzsenator versucht in einer Studie, Berlin im Jahr 2030 zu verorten. „Weltoffen und sexy“ solle die Stadt sein. Klingt bekannt. Nur woher?
Foto: Gregor Fischer
+ Unter dem Titel „Ein Bild für die Zukunft“ versucht Finanzsenator Matthias Kollatz auf 8 Seiten, Berlin im Jahr 2030 „zu verorten“ – und so sieht die Stadt demnach aus: 4 Mio Einwohner, Arbeitslosigkeit unter 4 %, es wird höher und dichter gebaut (jedes Jahr plus 20.000 Wohnungen, seit drei Jahren auch auf dem Tempelhofer Feld), die U-Bahn fährt bald ins Märkische Viertel, der Individualverkehr steigt um auf elektrische Kleinfahrzeuge und die BVG wird billiger.
Kollatz in einer Mail zur Studie: „Klar dabei wird, dass es nicht genügt, andere Hauptstädten wie Paris oder London zu kopieren. Der erfolgreiche Weg für Berlin muss ein eigener sein:
– aus sozialen Gründen mit dem Ziel einer Stadt für alle und das heißt zuvorderst einer Stadt für ‚Normalos‘,
– dem Erkennen, dass deshalb Berlin in der langen Sicht und in einem positiven Verständnis mehr ‚arm, aber sexy’ als andere Metropolen sein wird und sein will (wenn man so will ‚weltoffen und sexy’) und
– dem Wissen darum und dem gezielten Einsatz dafür, Talente und Innovatorinnen und Innovatoren aus aller Welt anzuziehen, deren Kennzeichen eben mehr das Talent und der Wille zum Fortschritt ist als das bereits vorhandene Geld.“
Klingt ganz so, als könnte Klaus Wowereit ein geeigneter Bürgermeister-Kandidat für die nächste Abgeordnetenhauswahl sein.