Berlins Armut in den Zwanzigern
Neun Personen hausen in einem dunklen Zimmer, drei Kinder im Quergebäude im Soldiner Kiez müssen gemeinsam in einem Bett schlafen. Die Mutter sitzt an der Nähmaschine, der Vater ist bereits an Tuberkulose gestorben. So lebte Berlin vor sich hin vor 100 Jahren. Die Allgemeine Ortskrankenkasse besichtigte die ausgemergelte Hauptstadt der Zwanziger Jahre – mein Kollege Henning Onken hat Berichte und Fotos von damals zusammengetragen und eindringlich aufbereitet. Weil das Leben in Berlin nie golden war.