Abschied von Wiglaf Droste

Er galt als großer Niedermacher, war gnadenlos ins seiner Schärfe und dabei unfassbar komisch – Wiglaf Droste. Mit gerade mal 57 Jahren ist der Dichter, Satiriker und Sänger gestorben. Aber „eigentlich war er ein Liebender“, schreibt Tagesspiegel-Kollege Kai Müller über ihn. Von 2000 bis 2009 arbeitete Droste auch für den Tagesspiegel. Einen seiner Texte widmete er den Berliner Hunden und ihren Besitzern: „Jahrzehntelang war Berlin entmilitarisierte Zone. Das aber passte nicht zum preußischblauen Charakter. Der Berliner schaffte sich Hunde an und ließ sie Tretminen auslegen.“