BER drückt auf Bahnhofsbilanz
Sorry, einmal müssen wir heute doch noch den BER anfliegen. Jetzt versaut der auch noch den Brandenburger Bahnhöfen die Bilanz: In Brandenburg kostet ein Halt am Bahnhof deutschlandweit am meisten. Seit Jahren bezieht die Bahn nämlich den BER-Bahnhof unter dem Terminal mit in ihre Rechnung ein (Kosten: mehr als 500 Millionen Euro). Da die Baukosten landesweit pauschal durch die Anzahl der haltenden Züge geteilt werden (am BER: 0), kostet ein Halt in Brandenburg fast doppelt so viel wie in Berlin. Die Zeche zahlt, natürlich, das Land (also wir).
Macht aber alles nichts, denn jetzt kommt endlich einer, der das Ding fertigbaut: Carsten Wilmsen, Bauexperte aus München. Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats habe sich auf ihn verständigt, hat Tagesspiegel-Kollege Alexander Fröhlich erfahren. Mit Wilmsen sei jemand gefunden worden, der nicht nur bauen, sondern vor allem auch Flughäfen bauen könne. Wer hätte gedacht, dass es so jemanden gibt? Wilmsen soll Gesamtprojektleiter Jörg Marks vorgesetzt werden (das war der, den Mühlenfeld gefeuert hatte, dann aber nicht feuern durfte, daraufhin selbst gehen musste, damit Marks wiederkommen durfte). Nun hat aber wohl auch der neue Chef Lütke Daldrup gemerkt, dass es auf der Baustelle einen Flughafen-Fachmann braucht (Schock). Der ist es diesmal nun aber wirklich. Versprochen…