Nach Mord an Walter Lübcke nur schleppende Debatte über rechte Gewalt
Nach der Festnahme eines offensichtlich rechtsextremen Tatverdächtigen hat der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke die öffentliche Aufmerksamkeit, die schon von Anfang an angezeigt gewesen wäre. Alarmierend allerdings, dass Siemens-Chef Joe Kaeser beim öffentlichen Nachdenken über „politisch (motivierte) Morde in großem Stil“ nicht etwa gleich die NSU-Neonazi-Zelle einfiel oder die 170 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990, sondern die RAF von „scharf links“. Mit einem Auge kann man Gefahren nicht gut sehen.